Teeplantagen bei Delhousie (Adam’s Peak)

Entschuldigung für die Verspätung, gegen Ende der Reise war ich sehr von John Grisham’s Whistler gefesselt (sehr empfehlenswert!)

 

(Freitag 29. September – Samstag 30. September 2017)

Die Fahrt aus Kandy heraus war nichts besonderes. Ausserhalb hielten wir beim grössten schlafenden Buddha der Welt (132 feet, ca. 40 m). Ich trug mal wieder kurze Hosen und musste mir etwas umbinden, obwohl da eigentlich niemand war der das hätte kontrollieren können. Der Buddha war in einer kleinen Seitenstrasse, ca. 200 m von der Hauptstrasse entfernt. Wir knipsten einige Fotos und auch der Fahrer wollte ein Selfie von uns allen. Bisher hatte mich noch niemand um ein Bild gebeten, zu viele Touristen sind hier unterwegs. Passt so gut für mich!

Der nächste Halt war bei einer Teefabrik, wo die Maschinen und Teesorten vorgestellt wurden. Ich wusste nicht, dass es goldenen umd weissen Tee gibt. Wir versuchten neben diesen beiden und Grüntee noch 5 Sorten Schwarztee, von sanftem English Breakfast Tea zum starken BOPF (Broken Orange Pekoe Fannings), der idealerweise mit Milch umd Zucker getrunken wird (also genau mein Stil!). Ich gönnte mir ein paar Souvenirs um zu Hause guten Tee zu trinken und weiter ging die Reise.

Unterwegs in der Stadt hielt der Fahrer, um einige Münzen für Ganesh zu spenden. Ganesh ist eine indische Gottheit (der mit dem Elefantenkopf), der auch als Beseitiger von Hindernissen gilt und anscheinend auch von Buddhisten um Segen für Reisende gebeten wird.

Irgendwann verliessen wir die städtischen Gebiete, die Strasse wurde kurvenreicher, die Gegend ländlicher, die Temperatur kühler. Wir stiegen auf in höhere Gegenden und bald mal kamen Teeplantagen in Sicht, links und rechts der Strasse reihten sich Pflanze an Pflanze. Zwischen den Hügeln war immer mal wieder ein Wasserfall zu sehen. Für mich als Naturliebhaber ein bekanntes Bild, für meine Begleitung etwas noch nie gesehenes. Immer mal wieder hielten wir an, wo auch andere standen, jedoch war der Verkehr viel weniger geworden und die wenigen Menschen am Strassenrand (Schulkinder oder Arbeiterfrauen) drehten ihre Köpfe nach uns um.

Nach einer Weile erreichten wir etwas, das hier als Touristendorf bezeichnet werden kann. Einige Hotels standen neben kleinen Läden, die neben den üblichen Ess- und Trinkwaren auch warme Jacken etc. verkauften. Tatsächlich war die Temperatur hier auf ca. 1150 m ü. M. einiges kühler als auf Meereshöhe. Wir schlenderten durch die Strassen, schauten den Affen zu, die auf den Stromkabeln balancierten und gönnten uns eine Leckerei in einem leeren Restaurant. Die Touristensaison war vorbei, entsprechend leer waren die Strassen und die Räume.

Unser Hotel war erst im Vormonat eröffnet worden, so lag überall noch etwas Plastikplane herum und kleinere Dinge funktionerten nicht. Die Aussicht vom Zimmer hingegen war gigantisch, die Berge voller Teepflanzen zeigten sich in ihrer Pracht! Der Fahrer packte seine Tasche aus dem Kofferraum (ja, der Nano hat hinter der Rückbank so etwas wie einen Kofferraum!), spontan hatte er sich entschieden, am nächsten Tag auch zur Verfügung zu stehen und übernachtete daher im Fahrerquartier des Hotels (das scheint hier jedes Hotel zu haben).

Mir gefiel die Region sehr gut, ich wollte unbedingt durch die Plantagen spazieren. Nach einer Weile war dann ein geeigneter Weg gefunden, zwei Hunde zeigten den Weg. Ich genoss die Aussicht über die Hügel, es war einfach traumhaft! Das Wetter zeigte sich düsterer als ich es gerne gehabt hätte, auch zurück im Hotel war es eher kühl, immerhin verstand ich jetzt, weshalb kein Hotel hier eine Klimaanlage anbot. (Das war sonst immer ein Muss-Kriterium!).

Nach einem leckeren Abendessen legte ich mich ins Bett, zusammen mit John Grisham…..

 

Am Morgen war es noch kühler. Es hatte seit Mitternacht geregnet und ich war froh, nicht auf den Adam’s Peak gestiegen zu sein. Wir frühstückten und fuhren dann von den Bergen zurück ans Meer. Unterwegs liessen wir uns für eine Runde Riverrafting überreden, eine sehr gute Wahl! Das Wasser, das sie als kühl bezeichnen, fand ich perfekt. Die Stromschnellen boten wirklich Action, so dass es Spass machte. Die Landschaft – ein Traum! Überall grün, hoch oben Teeplantagen, dem Fluss entlang Palmen und andere Bäume. Einfach herrlich! Die letzte kleine Stromschnelle durften wir im Wasser überqueren, für Schwimmer perfekt, für Nicht-Schwimmer ein Albtraum. Aber auch das schafften wir und ich erreichte das Ufer mit einem breiten Grinsen! Endlich mal wieder schwimmen!

Der Rest der Fahrt verlief ereignislos, bis wir dann Colombo erreichten.

 

(Der Rest folgt dann im Verlauf der kommenden Woche, sorry)

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