Mit Carino auf Delphinjagd

(Sonntag, 4. November 2012)

Als wir losfahren wollten, sprang unser Auto nicht an. Unsere deutschen Nachbarn hatten schnell ein Starthilfekabel zur Hand und so erreichten wir pünktlich den Hafen von Paihia. Für heute war eine Segeltour mit dem Katamaran Carino mit Delphinen geplant. Das Schiff sah sehr schön aus und wir freuten uns zu sehen, dass neben Skipper Vanessa und “Mädchen für alles” Scott nur vier andere Paare dabei waren. Alle bis auf die Holländer waren in den Flitterwochen, aber nur die Engländer waren länger unterwegs als wir.
Die Männer konnten helfen, das Segel zu setzen und bald darauf sahen wir die erste Gruppe Delphine. Sie schwammen um unser Boot und spielten und sprangen. Wir rannten vom Bug zum Heck und zurück um die besten Fotos zu machen. Da diese Gruppe ein Kleines dabei hatte und beim Fressen war, durften wir nicht mit ins Wasser.
Wir legten vor einer schönen Insel an und spazierten auf den nächsten Hügel. Der Ausblick auf die benachbarten Inseln und das Meer bei diesem tollen Wetter war fantastisch.
Zurück auf dem Schiff war ein Barbecue bereit für unser Mittagessen, während dem alle die Reisepläne miteinander verglichen.
Der Wind wurde stärker und verhinderte so ein weiteres Segeln, wir fuhren mit Motor weiter. Während wir weiter nach Delphinen suchten, tauchten ein paar Pinguine auf. Diese nur ca. 20 cm grossen Tiere sind sehr scheu und kaum von den Vögeln zu unterscheiden.
Die nächsten Delphine waren bereits im Visier anderer Boote, so dass wir nicht sehr nah heran konnten. Der Wellengang war auch zu unruhig, wir konnten heute nicht mit diesen schönen Tieren schwimmen. So kamen wir auch nicht in den Genuss von 14 Grad kaltem Meerwasser.
Unser Auto sprang problemlos an und brachte uns an die Westküste, wo wir das erste Mal so richtige Wellen sahen. Zusammen mit den Sanddünen und den steilen Klippen war es ein eindrückliches Bild.
Wir folgten der weiteren Strasse in den Waipoua Wald, der viele Kauri Bäume hat. Der grösste dieser massigen Riesen, Tane Mahuta, stand fast neben der Strasse. Mit 51.5 m ist er nicht besonders hoch, aber mit einem Durchmesser von 13.8 m des Stammes ergibt das ein stattliches Volumen von 244.5 Quadratmeter Holz. Sein Alter wird auf 1200 bis 2000 Jahre geschätzt. Es war beeindruckend, neben einem solchen Baum zu stehen, der vielleicht zu Beginn unserer Jahreszählung bereits Wurzeln schlug.
Unser Campingplatz war am Waldrand und bot eine heisse Dusche. Nachdem ich fast den ganzen Tag im Wind gestanden hatte, tat diese Dusche sehr gut! Beim Abendessen kam dann die Kälte wieder, aber ich darf nicht reklamieren, ich trage “erst” einen dicken Pulli und eine dünne Windjacke. Für die wirklich kalten Tage habe ich noch einiges…

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