Landung im Paradies

(Montag, 3. Januar 2011)

Es ist erst drei Uhr in der Schweiz, aber die Sonne ist schon aufgegangen,
als wir in Indien landen. Neben unserer Piste steht das Militär neben
Kampfjets und Aufklärungsfliegern bereit, hoffentlich nur zu Übungszwecken.
Martin kann sogar Senkrechtstarter entdecken.
Nachdem unser Flugzeug über die Landebahn gerollt ist, wird der Verkehr
quer darüber wieder freigegeben. Für mich sieht das wie eine gewöhnliche
Hauptstrasse aus, die von Motorrad-, Auto- und auch Velofahrern genutzt
wird und die einach ab und zu gesperrt wird, wenn mal wieder eine Maschine
starten oder landen will. Wenn man sich das auf dem Klotener Flughafen
vorstellen müsste…
Einige Passagiere verlassen das Flugzeug, während durch die offene Türe
heisse, schwüle Luft in den Raum dringt. Wo sind bloss meine FlipFlops?!
Die Lautsprecher bringen die Klassiker “White Christmas” und “Let it
snow” , welche Ironie;-)
Die indische Grenzwache kontrolliert in Uniform unser Gepäck, was soviel
heisst, dass sie alle Gepäckstücke in der Ablage anschauen und fragen, wem
es gehört. Nach 10 Minuten ist das ganze Flugzeug kontrolliert.
Martin beobachtet fleissig den indischen Flughafen. Neben uns parkt eine
russische Maschine, die Flughafenbusse empfehlen uns, mit Kingfisher zu
fliegen. Indien können wir nun also auch von unserer Liste streichen
(theoretisch;-)).
Einige neue Passagiere steigen zu für den letzten Abschnitt und die
Maschine wird neu betankt. Um vier Uhr Schweizer Zeit (8 Uhr Ortszeit)
fliegen wir weiter.
Ich kann noch etwas schlafen, bevor wir die Malediven entdecken. Wir sind
schon fast da!
Die Mitarbeiter lassen sich nicht stressen und bringen ein Gepäckstück nach
dem anderen. Draussen werden wir an den Maldivian Air Taxi Stand geschickt
und auf die andere Seite der Flughafeninsel gebracht. Mit einem kleinen
Wasserflugzeug, bei dem die Sicherheitsvorführung eine Frage von 15 Minuten
ist, heben wir über den Inseln ab. Ich überlege gerade, ob ich mein Telefon
wieder ausschalten soll, da bemerke ich, dass der Pilot auch eine SMS
schreibt… während dem Flug! Aber egal, beide Piloten sind sowieso
barfuss, da wird ein Telfon wohl auch nicht so ernst genommen.
Die Aussicht auf die unter uns liegenden Inseln ist atemberaubend! Von den
Riffen sieht man nicht allzuviel, aber diese türkisblaue Farbe lässt mich
nicht mehr los!
Auf Chaaya Reef Ellaidho (internationale Abkürzung: ELA ) werden wir
von den Hotelbesitzern herzlich mit Hände schütteln und mit einem
wohlriechenden feuchten Tuch empfangen. Schnell haben wir den Beach
Bungalow bezogen und die Koffer in Empfang genommen. Unser Häuschen steht
etwa 6 m vom Meer entfernt, aber oberhalb einer Mauer und so geschützt von
den Gezeiten. Neben dem Schlafzimmer hat es noch ein Bad mit zugehörigem
Garten (im Bad!) ohne Dach. Es sieht sehr gemütlich aus und nach
Entspannung.
Wir spazieren einmal um die Insel (dauert ca 15 Minuten) und entdecken auch
den Squash-Platz. Eine Runde Schnorcheln muss auch noch sein heute. Wir
kämpfen gegen die starke Strömung,  die uns immer wieder abtreibt, wenn wir
vor lauter Farben mal wieder vergessen zu paddeln.
Vor dem Abendessen gönnen wir uns noch eine Mütze Schlaf, die wir bitter
nötig haben.  Der Cocktail steigt uns auch entsprechend schnell zu Kopf.
Etwa um 9 Uhr abends (5 Uhr Schweizer Zeit sinken wir erschöpft ins Bett,
wir spüren, dass wir dieses Jahr noch keine Nacht richtig geschlafen
haben…

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