Im Land der Boababs

(Dienstag, 11. September 2012

Tote Känguruhs säumen die Strasse. Wir frühstückten heute glücklicherweise bereits auf dem Campingplatz, so dass diese Anblicke nicht auf nüchternen Magen kamen. Im Verlaufe des Tages sahen wir ausser Känguruhs und Reifen auch noch tote Kühe und Pferde neben der Strasse liegen. Wenn die von Roadtrains angefahren wurden, haben die vermutlich nicht mal angehalten. Wir sahen sogar Tramper und Velofahrer, zig Kilometer von der nächsten Ortschaft entfernt bei hohen Temperaturen…
Gestern hiess es an der Touristeninformation, dass es in Timber Creek noch Krokodiltouren gab. Das war also unser Ziel. Kaff ist für diese Häuseransammlung definitiv übertrieben. Ein Camping, ein heruntergekommener Supermarkt und zwei überteuerte Tankstellen waren alles, was es hier neben der Touranbieter zu finden gab. Bei unserem Glück hatte der Anbieter heute Ruhetag, darum fuhren wir gleich weiter. Wir hielten an verschiedenen Stellen, um selber Ausschau im Victoria River zu halten, jedoch vergebens. Die Nothern Territory Crocodiles wollten sich uns nicht zeigen. Dafür der Baobab Tree (Affenbrotbaum), der vom Entdecker Gregory im Juli 1854 eingeritzt wurde. Der galt hier als heilig. Die Fliegen begleiteten uns auch hier immer. Sie konnten nicht von unserem Gesicht lassen und sassen mit Vorliebe auf die Brillengläser. Wir erfreuten uns trotzdem der vielen Baobabs im weiten Land.
Wir entschieden, weiter nach Kununurra zu fahren und überquerten daher die Grenze zu Western Australia. Der Grenzwächter schaute in unseren Kühlschrank, denn es durften keine Früchte, Gemüse, Pflanzen etc. eingeführt werden. Dies wird rigoros durchgesetzt. Dafür gewannen wir eineinhalb Stunden Zeitdifferenz.
In Kununurra fanden wir einen Camping direkt am Wasser, traumhaft gelegen. Das dachten sich die Mücken wohl auch…
Morgen geht es los mit der Gibb River Road, dem letzten Stück Wildnis. Wir werden unsere Vorräte massiv aufstocken, weil unterwegs kaum was ist. Vermutlich werden wir uns jetzt auch einige Tage (voraussichtlich 10 Tage) nicht melden können, da es kaum Internetzugang haben wird… Unser Abenteuer kann beginnen!
Zu Eurer Beruhigung: Wir haben einen Notrufsender im Auto, der Hilfe alarmieren kann, egal ob medizinisch oder technisch. Wir hoffen, dass wir Euch nach unserer Tour nicht mehr darüber erzählen können;-)

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