Bangalore

(Montag, 17. bis Donnerstag 20. November 2014)

Am Montag trafen wir im Büro in Chennai endlich Pravin wieder an. Er war nach seiner Hochzeit Anfang Monat noch einige Tage herumgereist (er musste verschiedene Tempel besuchen, damit die Hochzeit auch gültig ist) und jetzt wieder im Büro. Wir übergaben die Geschenke aus der Schweiz, Karten von den Büros in Zürich und Genf und zwei Swatch-Uhren, je eine für ihn und für seine Frau. Er freute sich sehr darüber. Dann hiess es für Pieter und mich Abschied nehmen von allen in Chennai, mal wieder… Ich hatte mich gut an diesen Arbeitsort gewöhnt, auch die warmen Temperaturen hier.

Der Fahrer wartete erstaunlicherweise schon auf uns und brachte uns problemlos an den Flughafen. Für nationale Flüge gab es neuerdings ein Gepäcklimit von 15 kg, das wir nicht einhalten konnten. So zahlten wir 300 Rupien pro zusätzliches Kilo, aber das war es uns wert, schliesslich hatten wir beide Kleider etc. für mehrere Wochen dabei. Den kurzen Flug nutzten wir um etwas zu schlafen.

In Bangalore wurden wir von einem Hoteltaxi abgeholt und genossen mal wieder die vorbeifahrenden Sehenswürdigkeiten (also alles!). Im Hotel hatten wir uns mit Navin zum Abendessen verabredet. Er war heute morgen nach Bangalore geflogen um seine Nichte zu sehen, die vor knapp einer Woche geboren wurde. Er schwärmte sehr von ihr, aber da sie wieder im Spital war, konnte er am Abend mit uns essen kommen. Pieter und ich hatten uns schon sehr auf das Sushi Restaurant im Hotel gefreut, endlich mal wieder! Navin musste also schnell lernen, mit den Stäbchen zu essen, Sushi hatte er noch nicht oft.

Unsere Unglückssträhne mit den Fahrern hielt auch in Bangalore an. So mussten wir am Dienstag mit einem Hoteltaxi ins Büro, weil der EY Fahrer nicht aufkreuzte. Ich traf im Büro einige Kollegen von der Schulung in Amsterdam wieder, bevor ich den ganzen Tag mit Pieter in einem Meeting sass. Über Mittag gingen wir mit einem der Chefs essen, ich liess mich von unserem Meetingpartner zu einer Reisschüssel mit Tortillachips überreden und bereute es nicht, war sehr lecker und gar nicht scharf.

Am Abend hatte uns Brijesh zum Essen bei sich zu Hause eingeladen. Ich hatte seine Frau Charmaine seit Februar nicht mehr gesehen und freute mich auch sehr, eine weitere Wohnung in Indien besuchen zu können. Es war ein Kontrast zu den Wohnungen in Rajastan und auch Chennai, die ich bisher gesehen hatte. Es hatte mehr als nur ein Zimmer und war geräumiger. Sogar eine hölzerne Bar war in einer Ecke eingerichtet worden. Das Essen war wieder extra für uns etwas weniger scharf gemacht, wir wussten dies sehr zu schätzen!

Mein Kundentermin am Mittwochmorgen war glücklicherweise abgesagt worden, so konnten wir verschiedene Arbeiten fertigstellen. Über Mittag ging ich mit einigen Kollegen essen, die ich in Amsterdam kennengelernt hatte. Sie führten mich in ein Restaurant mit einem Buffet und ich wagte mich an das Essen, das nicht scharf aussah. Der Schokoladenbrunnen beim Dessertbuffet gefiel mir jedoch sehr gut!

Am Nachmittag hatten wir ein Meeting über unsere bisherige Zusammenarbeit mit dem indischen Team und es zeigte sich, dass alles sehr gut lief und die Prozesse eingehalten werden. Schön zu sehen, dass unsere Arbeit Früchte trägt!

Als ich mich von einigen verabschieden wollte, trat eine junge Frau zu mir hin, ob ich sie noch kenne. Ohne den ganzen Schmuck, den sie am Hochzeit getragen hatte, hätte ich Shilpi kaum mehr erkannt! Es war schön, sie nochmals zu sehen! Pieter hatte noch eine Kollegin aus England getroffen, wir nahmen sie mit zu uns ins Hotel zum Abendessen. Wir hatten uns mit zwei Kollegen aus der Schweiz, die insgesamt 5 Wochen in Bangalore Schulung besuchten, zum Essen verabredet. Olin und Karin schwärmten und erzählten den ganzen Abend lang. Wir unterhielten uns mit weiteren Kollegen aus der Schweiz und England, bis alles leckere Sushi aufgegessen war. Ich werde den Lachs echt vermissen! Aber ich freute mich auch auf zu Hause und hatte daher schnell gepackt!

Mit einem Frühstückspaket und einem heissen Tee sassen wir frühmorgens im Taxi an den Flughafen. Wir wurden bis zur Lounge begleitet, die Aufmerksamkeit war immer noch ungewohnt für mich. Im Flieger unterhielt ich mit mit einem Geschäftsmann aus den USA, der nur für zwei Tage nach Bangalore geflogen ist. Ich war froh, konnte ich etwas länger bleiben… In London gönnte ich mir eine kurze Massage (wow, wusste ich gar nicht, dass ich das konnte!) und eine Dusche, damit ich auch schön frisch aussah, als ich in Zürich von Martin empfangen wurde….

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