Kondore im Torres del Paine

(Samstag, 29. Dezember 2012)

Das erste Mal konnten wir beide die Nacht im Zelt durchschlafen. Es war schön warm, solange der Wind nicht blies.
Der Weg zum Kondoraussichtspunkt führte erst durch einen abgebrannten Wald, wo immer noch Asche zwischen den neuen Grasbüscheln lag, anschliessend durch mannshohes Gras, wo zum Teil nur noch unsere Köpfe rausschauten, und am Ende über eine offene Ebene, wo der Wind nur so blies. So liessen wir uns die letzten steilen Meter locker nach oben schieben. Ausgestellt im starken Wind zählten wir gut 10 Kondore, die hoch über uns ihre Kreise zogen.
Wir schlichen uns ins Hotel Explora und durften eine kurze Mail zur notwendigen Bestätigung unseres Abschlussprogrammes unserer Reise verschicken. Vor dem Hotel graste gemütlich ein hirschähnliches Tier. Es liess sich nicht von unseren Fotos beirren. Wir hatten allgemein festgestellt, dass die Tiere hier weniger scheu sind als bei uns, sogar die kleinen Vögel kommen nah heran.
Der Wasserfall hinter dem Hotel war nützlicherweise mit einem kleinen Wasserkraftwerk verschandet worden.
Wir gönnten uns vor der grossen Wanderung ein letztes richtiges Mittagessen im Restaurant auf dem Lago Pehoe und stellten freudig fest, dass wir hier doch noch Internetzugang hatten. Immerhin etwas, denn mein Mittagessen war etwas anders als erwartet. Unser dem leckeren Maisauflauf kamen Poulet- und andere Fleischstücke zum Vorschein. Bisher hatte ich aber immer Glück in dieser fleischlastigen Region.
Wir sahen uns nochmals einen Wasserfall an, gemeinsam mit ca. 30 anderen Touristen, beschlossen aber bald, weiterzuziehen.
Unser Lager schlugen wir im Camping Las Torres auf, wo wir im Rahmen der Wanderung bereits reserviert hatten. Wir packten unsere Rucksäcke mit dem was wir in den nächsten vier Tagen brauchten, aber es war schon komisch, nur Kleinigkeiten und eine Notration Essen mitzunehmen. Hoffentlich klappte alles mit der Reservation unterwegs.
Nach einem strahlend schönen Tag mit sehr viel Wind waren jetzt Wolken aufgezogen. Sie verhiessen nichts Gutes. Die Wettervorhersage im Restaurant hatte aber von vier traumhaften Tagen gesprochen. Wir werden sehen…

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