Zurück nach Chile

(Freitag, 28. Dezember 2012)

Wir liessen uns Zeit mit Auschecken im Wissen, dass wir längere Zeit kein Internetzugang mehr haben. In der Zwischenzeit konnte auch unser Problem mit dem Heimflug geklärt werden, wir kommen also zur erwarteten Zeit in Zürich an.
Am Ende der Stadt El Calafate holten wir uns ein riesiges Sandwich, ich musste gut achten, dass er nicht noch irgendwo Schinken reinschmuggelte, das zählte hier abscheinend nicht als Fleisch.
Beim Grenzposten in Argentinien sahen wir zwei Schweizer Gruppen, die Solothurner sogar mit dem eigenen Auto. Die Einreise zurück nach Chile war etwas komplizierter, auch da wir gleichzeitig mit einem Reisecar eintrafen. Nach der Passkontrolle mussten wir die grossen Gepäckstücke durch den Biohazard-Scanner schicken und die Zollbeamtin kontrollierte den Rest des Gepäcks direkt im Auto. Theoretisch dürfte keine Erde über die Grenze genommen werden. Unser Zelt interessierte sie aber dann doch nicht. Vermutlich, weil sie unser ehemals rotes Auto schon gesehen hatte… Als sie sicher war, dass wir weder Früchte, Honig oder Salami dabei hatten, durften wir definitiv wieder einreisen.
Wir fuhren einen kleinen Umweg auf dem Weg zum Torres del Paine Nationalpark, waren dann aber doch nicht dreist genug, wild zu campen. Da das Land hier überall eingezäunt ist, liess uns dies vermuten, dass dies jemandem gehört und auch genutzt wird. Dies wollten wir respektieren.
Der Ranger am Parkeingang nahm sich Zeit, erklärte uns alles und gab uns Tipps, wo wir Kondore sehen könnten. Anschliessend fuhren wir fast direkt zum Camping, ich war mittlerweile ziemlich hungrig. Kaum hatten wir mit Essen begonnen, tauchte aus dem Nichts ein blauer Jeep auf. Unser auffälliges Zelt und das dreckige Auto seien sogar im Vorbeifahren gut erkennbar, meinten die zwei Deutschen. Wir plauderten nochmals eine Weile und verabschiedeten uns nochmals. Martin und ich krochen früh ins Zelt und sahen uns noch einen Film an. Als wir um elf nochmals raus gingen, war es immer noch hell genug, um ohne Taschenlampe sehen zu können. Wir waren ziemlich weit im Süden…

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