Galapagos Inseln – Santa Cruz

(Samstag, 10. Juni bis Montag, 12. Juni 2017)

Unser eigener Fahrer (ja, wir hatten das volle Programm gebucht) brachte uns zurück nach Puerto Ayora ins Hotel Mainao. Die Insel Santa Cruz ist die zweitgrösste, mit der grössten Population. Ca. 17’000 Menschen wohnen dauerhaft auf der Insel, die meisten leben vom Tourismus. 

Franziska legte sich kurz schlafen, wir anderen drei suchten ein Restaurant für ein leckeres Mittagessen. Anschliessend spazierten wir zu viert im heisser werdenden Klima zur Charles Darwin Station. An verschiedenen Orten konnten wir über die Erhaltung und Wiederansiedlung von Flora und Fauna lesen und sehen. Dann kamen die Gehege mit Riesenschildkröten, die auch gerne mal übereinander stiegen. Gut gefielen mit auch die gelben Iguanas, die gemütlich in der Sonne lagen. Vorbei an den verschiedenen Stadien der Schildkrötenaufzucht fanden wir das Restaurant mit wohlverdientem Glace. Im anliegenden Museum durfte der Pass gestempelt werden. Während Mami und Peter den Pass immer dabei hatten, überlegten Franziska und ich uns, wie weiter. Schlussendlich leihten wir uns im Hotel Fahrräder und waren innert Kürze mit dem Pass zurück für einen weiteren Eintrag. Wir nutzten die Räder noch etwas um die Stadt auszukundschaften und uns mal wieder etwas zu bewegen, das fehlt beiden.

Zum Abendessen fanden wir ein Restaurant an der Hauptstrasse. Das war nicht so schlimm wie es klingt, denn es war fast überall Einbahn und die Geschwindigkeit war nur leicht über Schritttempo. Wir genossen leckere Fisch- und andere Menüs, frischer konnte es kaum sein. Auf dem Tisch stand eine Karte zum Thema Umweltschutz. Allgemein ist das hier ein wichtiges Thema. Ein Strohhalm braucht z.B. 45’000 Jahre um abgebaut zu werden. (Den Rest habe ich auf der spanischen Karte nicht verstanden.) Im Restaurant gibt es nur Glasflaschen, im Hotel (wie auch auf dem Schiff) konnte/musste die eigene Wasserflasche wieder aufgefüllt werden. Eigentlich sehr sinnvoll, das sollten wir auch an anderen Orten übernehmen! Allgemein sah ich sehr wenig Abfall rumliegen, das hat sicher auch damit zu tun, dass die Parks nur mit Guide betreten werden dürfen. 

Als wir im nächsten Restaurant noch Kaffee/Bier/Glace holten, tauchte einer der Besatzungsmitglieder der Treasure of Galapagos auf und zu dritt machten wir uns auf in eine Bar. Sein Englisch war nicht überragend, daher war es manchmal schwierig herauszufinden, was er denn sagen wollte. Egal, wir tranken ein Bier, bis der Captain ihn anrief und zurück auf das Boot beorderte. Immerhin war dieses Städtchen nicht so gross, wir fanden den Heimweg problemlos zu Fuss. 
Wie oft in den letzten Tagen war das Wetter  am nächsten Morgen sehr bedeckt, auf dem Weg zur Tortuga Bay nieselte es sogar leicht. Der erste Strand war dank Ebbe viel grösser, aber unerklärlicherweise auch stärker verschmutzt. Der hintere Strand war belebt, ein Ausflugsziel der lokalen Bevölkerung. Wir genossen die Sonne, sahen einen Hammerhai und sprachen ein paar Worte mit einem Freund aus der Heimat und seiner amerikanischen Frau, die wir per Zufall entdeckten. Schön, am anderen Ende der Welt Freunde zu treffen!

Ein kurzes Bad im Meer später spazierten wir zurück für ein Clubsandwich. Franziska und ich hatten noch nicht genug gesehen und wollten weiter. Ein Wassertaxi brachte uns für 80 Cents pro Person zum anderen Dock, wo wir nach 5 Minuten zu Fuss den Deutschen Strand erreichten. Hier hatten sich die ersten Siedler aus Deutschland niedergelassen, daher der Name. Det Strand war klein, gut gefüllt und allgemein nicht sehr spannend für uns. Plaudernd folgten wir dem Weg, über Stege, steinige Wege, an Kakteen vorbei und landeten bei einer traumhaft herrlichen Schlucht. Da mussten wir reinspringen! Es war eher kühl, aber herrlich! Am anderen Ende dieses Pools (ca. 40 m) stiegen wir auf die Steine – ein grosser Fehler! Von diesem Punkt aus konnten wir die Bewohner der Wassers sehen: ein Schwarm grosser Fische! Ich zählte 17 dieser Kreaturen, jede gute 40 cm lang! Franziska opferte sich und sprang voraus, laut plantschend kam ich hinterher, den Gedanken an das unter uns verdrängend. Es hat trotzdem gut getan.

Auf dem Weg zum Abendessen entdeckten wir einen Fair Trade Laden, den wir mit Taschen, Schokolade und einem Ring wieder verliessen. Jede der Frauen fand etwas Passendes. In einer Strasse war ein “Restaurant” am anderen, nach 19 Uhr wurden die Tische mitten auf die Strasse gestellt und man konnte so das Beste von jedem Restaurant bestellen. Wir hatten einige riesige Fischplatte, eine andere lokale Fischspezialität im Topf und für Peter Fleisch. Ich bin überzeugt, dass es regelmässig mal wieder ein Austausch an Geschirr und Besteck geben muss, wenn das alles so durcheinander geht, aber das ist nicht mein Problem. Wir hatten definitiv genug gegessen und mussten auf einen Nachtisch verzichten. 

Bevor unser Fahrer uns für den Flughafen abholte, reichte es Franziska noch für einen Schmuckeinkauf, blaue Füsse der Blue Footed Boobies. Ich genoss noch einmal den lokalen Fischmarkt, wo Seehunde und Pelikane konstante Besucher sind, unglaublich!

Dann folgte eine längere Fahrt über die Insel, bis wir an einem kleineren Dock ankamen. Unser Fahrer trug die Koffern auf eine Art Wassertaxi, das uns auf die andere Seite des Kanals brachte. Dort stiegen wir in einen Bus bis zum Flughafen. Etwas umständlich, aber so störte der Lärm das Leben nicht. 

Am Flughafen kauften wir die letzten Souvenirs und trafen nochmals meine Freunde, die jetzt aber noch fast vier Monate weiterreisen werden, bis sie in die Schweiz kommen. Zu Fuss erreichten wir das Flugzeug und da hiess es dann schon wieder Abschied nehmen von einem traumhaften Paradies und der Wärme, es geht zurück ins Hochland Ecuadors. 

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