Zurück an die Küste

Während im Haus die Temperatur schon hoch ist, weht draussen noch ein kühler Wind. Wir bereiten unseren Camper für die Weiterfahrt nach Sydney vor. Stöff muss heute auch wieder arbeiten, so verabschieden Martin und ich uns früh, aber mit frisch gewaschener Wäsche.

Nach einer Stunde halten wir in Gunnedah, der Hauptstadt der Koalas an, da soll es die meisten Tiere haben. Ich will die Suche schon fast aufgeben, aber Martin bleibt hart. Plötzlich sehe ich einen kleinen grauen Arm auf dem Eukalyptusbaum. Tatsächlich, da sitzt ein Kifferbärchen und schaut zu uns herab. Angeblich soll es in der Stadt ca. 40 Koalas haben, die hier sesshaft sind. Wie ein Anwohner uns erzählt, können diese Tiere manchmal aggressiv werden und werfen auch Abfalltonnen um.

Übrigens habe ich mich gewundert, dass es hier meist zwei Abfalleimer hat:

einen für den normalen Abfall und einen für den wiederverwertbaren. Also werden hier Dosen und Glasflaschen in den gleichen Container geschmissen.

Ich habe mir sagen lassen, dass Behinderte, die sonst keine Arbeit erhalten, die Gegenstände sortieren. So wird die IV unterstützt, zwar auch vom Staat, aber von einer anderen Kasse.

Uns steht wieder eine längere Fahrt bevor, bis nach Sydney. Auf Conny’s Empfehlung buche ich von unterwegs bereits ein Hotel in Manly, da es keinen Caravanpark in der Nähe gibt. Wir sind noch vor dem Feierabendverkehr in Manly und finden unser Motel direkt am Strand. Die meisten Zimmer sind wegen Ostern ausgebucht, aber die Aussicht von unserem kleinen Zimmer ist nicht schlecht und die Betten haben wir schnell zusammengerückt;-) Nach einer lang ersehnten Dusche wollen wir direkt nach Sydney. Ich verstauche mir auf der Hoteltreppe den linken Fuss und lande unelegant auf dem Boden. Glücklicherweise sieht und hört mich niemand, aber es hätte wohl eh niemand schweizerdeutsch verstanden. Langsam spazieren wir durch die Innenstadt von Manly an den Hafen. Wir sind froh, das Nachtquartier in Manly gewählt zu haben. Es ist eine hübsche Stadt mit Strand und wir sind lieber eine halbe Stunde auf der Fähre als in der U-Bahn (immerhin solange der Wetterbericht nicht wahr wird und es noch schön ist).

Viele Segelboote begleiten uns eine Weile, dann sehen wir die Harbour Bridge und auch das Opera House. Unser erster Spaziergang gilt diesem imposanten Gebäude. Ich hatte es mir heller, weisser vorgestellt, aber es sieht auch so sehr gut aus. Wir beide spielen Fotographen und laufen mit den Kameras um das Gebäude. Noch ein kurzer Abstecher durch das Circular Quai, dann ist es bereits wieder Zeit um zurückzukehren.

Gewitterwolken haben sich im Verlaufe des Tages gebildet, welche sich nun entladen. Doch leider schaukelt das Schiff zu fest, wir können die Blitze nicht fotographieren.

Mein Fuss schmerzt ziemlich, ich gönne ihm noch etwas Ruhe und Kälte im Hotelzimmer.

 

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