Verregneter Abschluss

(Montag, 19. Oktober 2009)

In der Nacht werden wir von starken Regenfällen geweckt, die bis in den Morgen andauern. Als der Himmel wieder etwas besser aussieht, wagen wir uns aus dem Zimmer. Wir kaufen Briefmarken und Esswaren für die Heimreise und geniessen die Aussicht.
Martin möchte nochmals im Meer baden, so schnappen wir unser Badezeug und laufen an den Strand. Ich trage lange Hosen und Pullover und finde es so noch kalt, ich verzichte auf ein abschliessendes Bad im Meer. Auch Martin entscheidet sich noch um, als er die entgegenkommenden Wolken sieht. Rund um die Insel herum sind grauschwarze Fronten zu sehen, aus denen manchmal sogar ein Blitz erscheint. Wir geniessen die Wellen am Strand und auch die bizzarren Lavaformen, die kein menschlicher Künstler hätte interessanter gestalten können. Mich faszinieren diese Steine enorm, Martin ist mit seiner Kamera eher auf Wellenjagd.
Um dem Wetter zu entkommen, gehen wir zurück zur Unterkunft um zu packen.
Durch die feucht-kalte Luft sind unsere Sachen leider nicht ganz getrocknet. Ich dusche noch das letzte Mal hier, das warme Wasser reicht nur für wenige Minuten. Martin wartet dan eine halbe Stunde, bis der kleine Boiler wieder etwas Wasser aufgeheizt hat. Wir haben gelernt, wie die Dinge hier funktionieren!;-) Der starke Regen will nicht mehr aufhören und von der Pension ist auch niemand zu sehen, der uns unsere Pässe zurückgeben könnte. Als wir endlich unsere Pässe zurück und die Rechnung beglichen haben, scheint auch die Sonne wieder. Wir spazieren etwas umher und landen im vulkanologischen Institut. Zum Glück haben wir dort ein Dach über dem Kopf, denn es tröpfelt bereits wieder.
Früh wir immer suchen wir uns ein Restaurant, auch für den letzten Abend soll es eine Pizza sein;-) Die Pizzeria liegt gleich bei unserer Unterkunft. Die Zeit vergeht nicht so schnell, aber im Restaurant ist es auch nicht so warme, die Kellnerin läuft mit Schal herum.
Mit dem ganzen Gepäck machen wir uns auf den Weg zur Bar Ingrid für ein letztes Gelato. Anschliessend geht es weiter an den Hafen. Obwohl wir viel zu früh sind, sind wir nicht die ersten. Viele Pensionen sind bereits vertreten auf der Suche nach neuen Gästen. Als jedoch die Carabinieri eintreffen, muss die Mole geräumt werden. Der Vulkan zeigt noch die letzten roten Wolken zum Abschied, dann trifft das Schiff ein. Auf dem Hauptdeck erhalten wir unsere Kabine zugewiesen und ich werde einmal mehr überrascht: Neben den Kajütenbetten hat es auch noch Platz für einen Schrank, einen Tisch und sogar ein Badezimmer mit Dusche! Das hätte ich nicht erwartet. Martin und ich gehen auf das oberste Deck und sehen von da aus die schwarze Insel im Dunkel verschwinden, nur rötlich schimmernde Wolken sind noch über dem Vulkan sind noch zu sehen. Wir warten noch einen letzten Ausbruch ab, dann gehen wir zurück in unser Zimmer. Nach dem Bier/Panache zum Abendessen haben wir noch Baccardi-Cola in der Dose (bereits gemischt), so dass wir hoffentlich gut durchschlafen können…

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