Stella Australis ab Punta Arenas

(Samstag, 5. Januar 2013)

Das Abholen der gewaschenen Kleider klappte besser als das Abgeben. Aber die zwei Frauen hatten geschmunzelt und ihr Bestes gegeben, mein Spanisch zu verstehen. So hatten wir für unsere Schiffs- und auch Heimreise wieder saubere Kleider.
Im Hotel packten wir unsere Sachen und warteten im Aufenthaltsraum, bis es Zeit war einzuchecken. Das Büro der Schiffsgesellschaft war keine 10 Minuten zu Fuss entfernt, so dass wir unser Gepäck gut tragen konnten. Wir waren erstaunlicherweise nicht mal über dem Schnitt in Sachen Gepäck, was alle Passagiere betraf.
Auf dem Rückweg holten wir Rat in einer Apotheke wegen Martin’s Ausschlag an den Unterarmen. Dank der lebhaften Sprache der Apothekerin verstanden wir selbst mit unseren kläglichen Spanischkenntnissen, dass sie dies für Wanzenbisse hielt. Vermutlich war eines der Betten auf unserer Wanderung nicht ganz sauber. Nun juckte es ihn immer wieder.
Wir verbrachten noch einige Zeit mit den Bernern im Hotel und machten uns dann auf den Weg. Vielleicht treffen wir sie in Ushuaia nach unserer und vor ihrer Schiffstour wieder.
In der Stadt, die zum Teil sehr heruntergekommen aussah, lagen einige schlafend am Boden, dies bei eher kalten Temperaturen. Die Hunde machten es den Männern gleich und lagen mehrheitlich herum.
Wir suchten ein Restaurant und assen das letzte Mal in Chile. Mit unseren vielen Münzen konnten wir auch noch ein gutes Trinkgeld geben.
Wir kamen problemlos durch die lasche Sicherheitskontrolle am Hafen und wurden dann die ca. 200 m über das Pier zum Schiff mit einem Bus gefahren. Unsere Kabine hatte ein riesiges Fenster und war auch sonst so geräumig, dass unser Gepäck problemlos Platz fand.
Den Willkommensdrink gab es im obersten Deck in der Darwin Lounge. Wir genossen einen Pisco Sour und lernten die ersten Mitreisenden aus Frankreich und Holland kennen. Kurz darauf verliessen wir den Hafen von Punta Arenas. Beim Auslaufen stolperten wir das erste Mal über das Stativ von drei Männern, die mittendrin einige Fotos machen wollten.
Beim Abendessen mit vier Gängen erfuhren wir, dass ca. 200 Gäste aus 16 Nationen auf dem Schiff sind, zusammen mit 74 Crewmitgliedern. Diese Tour ist erst die 67. für das erst zweijährige Schiff. Wir wurden an einen Tisch mit zwei gleichaltrigen Deutschen gesetzt. Der Altersdurchschnitt war hier einiges tiefer als auf unserer letzten Fahrt.
Im Anschluss ans Essen gab es bei einem traumhaften Sonnenuntergang eine kurze Präsentation über das Tagesprogramm von morgen, wir genossen dazu ein lokales Bier aus dem Kühlschrank hinter der Bar (Selbstbedienung bei Bier und Softdrinks). Danach beobachteten wir die drei Fotografen, die mit dem Expeditionsleiter diskutierten. In einer Pause schalteten wir uns ein in der Hoffnung auf bessere Plätze im Zodiak (Schlauchboot) und fanden heraus, dass wir sie bereits in der Atacamawüste getroffen hatten. Sie sollten nun den neuen Film über diese Kreuzfahrt drehen. Wir liessen sie wieder alleine und hofften, dass wir einen guten Eindruck hinterlassen hatten…

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