Rostbraune Erde neben goldbraunen Feldern

(Samstag, 29. März 2008)

Zu sehr früher Stunde klingelt der Wecker. Immerhin sind es vom Hotel aus nur knapp 5 Minuten zum Flughafen. Das Einchecken klappt problemlos, die Leute in Melbourne sind freundlich und erkundigen sich woher wir kommen und wohin wir gehen.

Nach vier Stunden Flug erreichen wir (nach Zeitumstellung) um acht den Flughafen in Perth, mitsamt unserem Gepäck. Unser Auto, ein KIA, steht schon bereit. Es ist ungewohnt, so nah am Boden zu sitzen, wir sind uns anderes gewohnt. Immerhin das Linksfahren klappt nun problemlos. Der KIA ist ein Automat mit Tiptronic und Tempomat. Nach kurzer Zeit habe ich mich auch daran gewöhnt, dass die Füsse nicht immer gebraucht werden beim Fahren;-)

Das Hinterland von West Australia ist genau so, wie wir uns dieses Land vorgestellt hatten: Die Strassenränder sind gesäumt von rostbrauner Erde, dann folgen meist einige Bäume, die teilweise sogar erstaunlich grün sind und dahinter sind kilometerweit Felder, meist Korn, das schon geerntet wurde. Die Strassen sind hier in WA einiges besser als noch in New South Wales und auch Victoria, wir können nur staunen, dass für so wenige Fahrzeuge die Strassen so gut instand gehalten werden.

Wave Rock ist ein 15 Meter hoher Granitblock, der durch Wind und Wetter so bearbeitet wurde, dass er wie eine überhängende Welle aussieht. Farbige Streifen, die dem Stein nach abfallen, sind abgelagerte Eisenoxide und Karbonate. Von der Seite her kann man auf diesen Felsen, der auch als Wasserreservoir dient, steigen. Dank unseren Schuhen mit Fibramsohle kleben wir fast am Stein und können problemlos hinaufklettern. Oben zeigt sich ein schöner Ausblick auf die flache Ebene rundherum sowie auf einige Salzseen.

Neben einigen Felsbrocken rennen grössere und kleinere Echsen umher.

Eigentlich wollten wir hier übernachten, aber die Umgebung und auch der Wave Rock geben zu wenig her, so dass wir in Richtung Küste weiterfahren.

In Mandurah kommen wir gerade zum Sonnenuntergang am Strand an. Unsere anschliessende Suche nach einer Übernachtungsmöglichkeit verläuft allerdings erfolglos, auch in der nächsten Stadt Rockingham werden wir nicht fündig. Glücklicherweise können wir schon eine Nacht früher das für morgen geplante Nachtlager beziehen, sonst hätten wir wohl im unbequemen Auto schlafen müssen. Dank TomTom erreichen wir die Familie Rohner innert kurzer Zeit. Mein Vater hat mit Feli studiert, gemeinsam mit ihrem Mann Bruno ist sie vor 26 Jahren nach Australien ausgewandert. Zu Hause sprechen sie immer noch deutsch, auch mit Sohn Nick.

Wir sind wirklich froh, eine so gute Schlafgelegenheit zu haben, wir sind schon lange auf und unterwegs und auch entsprechend. Glücklicherweise können wir morgen sogar eine Stunde länger schlafen, denn im Gegensatz zur Schweiz ist hier der Sommer und somit die Sommerzeit vorbei. Ab morgen haben wir also nur noch 6 Stunden Zeitverschiebung.

Gute Nacht…

 

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