Reise in die dunkle Kälte

(Montag, 28. Dezember 2009)

Pünktlich zum Sonnenaufgang treffen wir am Flughafen in Zürich ein. Auch beim ersten Zwischenstopp in Amsterdam strahlt die Sonne warm durch die grossen Fenster des Flughafens. Es kommt mir vor, als ob sie das absichtlich macht, um uns für die kommende Woche ohne Sonne vorzubereiten.
Im Flugzeug in Amsterdam sehen wir, wie unser Gepäck eingeladen wird. Mit diesen beruhigenden Gedanken döse ich ein und erwache, als der Flieger in Oslo auf die Landebahn ansetzt. Draussen ist nichts mehr zu sehen von der Sonne. Leichter Nebel verhindert die weite Sicht und in der Nähe ist alles weiss. Die Temperatur ist merklich gesunken.
Wir steigen um für nach Tromsö, während es draussen immer dunkler wird.
Unter der weissen Nebeldecke leuchten die Strassenlaternen und Lichter der Städte in allen Farben.
Im Norden angekommen, ziehe ich meine warmen Jacken an, es ist -9 Grad laut Pilot. Unser Fahrer erwartet uns schon und fährt uns zum Einkaufszentrum, das bis 23 Uhr geöffnet ist. Wir kaufen das Nötigste ein und lassen uns zu unserer Hütte bringen. Auf der 20minütigen Fahrt überfalle ich Henry, den Fahrer, mit Fragen über das Wetter, den Schnee und die Strassenverhältnisse. Anfangs antwortet er noch tapfer so gut er kann, doch dann meint er, dass sein Englisch nicht so gut sei. Martin und ich sehen uns also in Ruhe die Landschaft an.
Die Häuser sind wie in der Schweiz ähnlich geschmückt, Sterne, Lichterketten und Nikoläuse zieren die Fenster und Fassaden. Ich hatte mehr Schnee erwartet. Es hat gute 10 cm, die Sträucher sind frei von weiss und auch die Strassen sind – vor allem in der Stadt – problemlos befahrbar.
Erst kurz vor unserer Unterkunft ist die Strasse eisbedeckt; Henry meistert sie jedoch ohne zu zögern.
Viktoria, die Vermieterin, zeigt uns das Häuschen am Meer, direkt am Meer!
Zwei Schlafzimmer, Badezimmer und ein Wohnzimmer mit angrenzender Küche und alles schon schön geheizt. Nachdem sie uns die Busverbindungen und Spazierwege erklärt hat, braten wir uns Hamburger und geniessen die Blicke von drinnen raus auf’s bewegte Meer.
Vor uns liegen ruhige Tage mit viel Spazieren und Lesen. Erholung pur!

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