Quito

(Montag, 12. Juni – Mittwoch 15. Juni 2017)

Am Flughafen in Quito fanden wir schnell ein Taxi für uns vier, das Einladen des Gepäcks ging etwas länger und ich sass schlussendlich mit meiner Tasche zwischen den Beinen auf dem Vordersitz. Die Umfahrungsstrasse der Stadt war vor einigen Jahren gebaut worden, um den Verkehr (und die daraus resultierenden Abgase) zu reduzieren. Leider mit mässigem Erfolg, wie wir später feststellen werden. 

Der Verkehr nahm aber erst im Stadtzentrum zu und wir fanden das Hilton problemlos. Am Empfang wurde uns mitgeteilt, dass wir ein Upgrade in eine Junior Suite erhalten für ein Zimmer. Die Augen meiner Mutter wurden gross, als sie das hörte. Die Dame empfang führte weiter aus, dass wir gratis Frühstück hatten und an der Executive Lounge den ganzen Tag mit gratis Snacks und Getränken bedienen können, dank meinem Diamond Status. Dabei hatten wir die Zimmer nicht mal bezahlt, nach Indien hatte ich genügend Punkte. Die Augen wurden immer grösser und Mami wusste nicht mehr was sagen. Franziska’s Gold Status wurde auch anerkannt, so konnten wir auch das zweite Zimmer upgraden, wir sind echt verwöhnt!

Nachdem wir unser Gepäck ins Zimmer gebracht hatten, trafen wir uns für Snacks in der Lounge. Den anderen beiden gefiel das grosse Zimmer riesig! Nach den Snacks spazierten wir im leichten Regen durch die Strassen der Neustadt und fanden ein nettes Lokal für ein leichtes Abendessen. Auf der Speisekarte stand auch Meerschweinchen, eine ecuadorianische Spezialität. Ich konnte Peter aber nicht davon überzeugen, auch nur ein halbes zu bestellen. 

Am nächsten Morgen regnete es leicht, als wir das Hotel zu Fuss in Richtung Altstadt verliessen. Ein Bus spritzte uns von oben bis unten nass beim Vorbeifahren. Nach einer Weile erreichten wir eine riesige Basilica, die schon von Weitem her zu sehen war. Auch im Innern ein riesiger Raum, sehr imposant. Wir genossen die trockene Stille und die zahlreichen Ecken in der Kirche, bis wir uns wieder durch den Regen wagten. 

Allgemein war die Motivation erwas tiefer. Nach wunderbaren Tagen auf einer kleinen Insel bei Sonnenschein waren wir nun in einer regnerischen Stadt mit vielen Abgasen. Aber nach den Galapagos ist alles ein Rückschritt. 

Wir stoppten immer mal wieder in verschiedenen Läden, Franziska kaufte unzählige Knöpfe und wir pausierten für Kaffee und heisse Schokolade, schliesslich waren wir im Urlaub. Wir schlenderten weiter durch die Strassen, bis es ganz aufhörte zu regnen. Am Fusse des El Panecillo trafen wir auf einen Polizisten, der uns bestätigte, dass der Fussweg nach oben mittlerweile sicher war und die Polizei regelmässig Präsenz markierte. Im Reiseführer stand, dass die Gefahr, ausgeraubt zu werden zu gross sei. Auch meine Freunde hatten alle von einem Spaziergang abgeraten. Franziska und ich gaben unsere Wertsachen an Mami und Peter weiter, die alles mit dem Taxi nach oben bringen sollten. Dann machten wir uns auf, die angeblich 700 Tritte zu erklimmen. Nach 100 m trafen wir den nächsten Polizisten, der uns wieder auf Spanisch zuredete und uns auch wieder auf seinem Kundenzufriedenheitsbogen (?) unterschreiben liess. Wir sollen nie vom Weg abkommen, wurde uns gesagt. Der Weg wurde enger und unübersichtlicher, auch war keine Polizei mehr zu sehen. Wir mussten an einer Kreuzung entscheiden, aber nach wenigen Metern bestätigten uns drei lautstark bellende Hunde, die auch nach uns schnappten, dass wir auf dem falschen Weg waren. Aber kurz darauf hatten wir den richtigen Weg gefunden und die Spitze auf 3035 m ü. M. erreicht, wir standen vor der Statue der Virgen de Quito. Mami und Peter erwarteten uns, die Polizisten hatten sie hochgefahren. 

Wir genossen den Ausblick über die ganze Stadt und die anliegenden Berge sowie auch ein Empanada und eine Art Glühwein. Glücklicherweise fanden wir dann ein Taxi, das uns wieder nach unten brachte, zum Platz der Unabhängigkeit, der gut besucht war. Gleich daneben war ein Restaurant mit wunderbarer Dachterrasse, das gleichzeitig auch einige Kunstobjekte ausgestellt hatte. Ein Bijou, dieses Vista Hermosa!

Drei Pizzen und eine Portion Fleisch später machten wir uns auf dem Heimweg zurück ins Hotel. Drei Jungs hatten den gleichen Weg und so sprach Franziska sie vor unserem Hotel an. Wir gingen zu fünft auf ein Bier in eine Brauerei und tauschten Reisetipps, Sport- und andere Geschichten aus und amüsierten uns über das amerikanische Messsystem. 

Das Abendessen liessen wir aus, stattdessen holten wir uns etwas in der Lounge, checkten Mami und Peter ein, die morgen nach Hause fliegen und buchten das nächste Hotel für Franziska und mich. Wir haben noch eine Woche hier in Ecuador, es geht noch etwas in den Süden, nächste Station ist Baños. 
Der Regen hatte aufgehört am Morgen, schnell hatten wir gepackt und uns vob Mami und Peter verabschiedet. Sie freuen sich auf zu Hause. Wir nehmen ein Taxi zum Busbahnhof – und weiter geht die Reise. 

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