Sand, Sand und nochmals Sand

(Sonntag, 16. März 2008)
Das Wetter hat sich nach einigen starken Regengüssen in der Nacht erholt und die Sonne zeigt sich wieder. Ich habe
gut geschlafen und fühle mich besser.
Wir stehen früh auf und parken unseren Camper neben den Campingplatz, da wir vor 10 Uhr auschecken müssen. Der Fahrer
von Fraser Island Company kommt etwas verspätet, aber wir sind froh, kommt er überhaupt. Nachdem alle Kandidaten
abgeholt und alle offenen Rechnungen bezahlt sind, dürfen wir auf die Fähre, die uns nach Fraser Island bringt. Von
weitem schon sieht die Insel traumhaft aus: Weite, leere, weisse Strände wo man nur hinblickt. Das Schiff steuert nicht
etwa einen Hafen an, nein, wir legen direkt am Sandstrand an und die Laderampe wird auf den Sand heruntergelassen. Die
zwei 4×4 Fahrzeuge, die auf der Fähre waren, fahren gleich los. Wir laufen zu Fuss über den Sand zu unserem 4×4 Bus.
Fraser Island ist mit 124 Kilometern Länge und 5 – 25 Kilometern Breite die weltweit grösste Sandinsel und es hat hier
angeblich mehr Sand als in der Sahara. Der "Parkplatz" und auch die Strasse sehen etwa so aus wie bei uns stark
verschneite Wintersportorte mit den zentimetertiefen Furchen. Nur sind wir froh, dass es hier viel wärmer ist. Unser
Fahrer Peter hat uns zwar "liquid sunshine – no rain, it's called liquid sunshine" versprochen, aber das Wetter ist
traumhaft. In unserer Gruppe sind wir etwa 20 Leute, davon viele Japaner und Deutsche. Erst mal fahren wir durch den
sub-tropischen Regenwald, der ganz auf Sand wächst. Die Bäume hier können bis 70 Meter hoch werden. Peter fährt sehr
souverän duch den Sand, da kann ich nur staunen! Die Strasse hat wie gesagt tiefe Furchen und neben dem Bus bleiben
keine 20 cm, so dass die Äste ständig an den Scheiben kratzen. Manchmal sind auch die Kurven eng, aber das interessiert
unseren Guide nicht. Ich bin nur froh, dass mein Magen wieder mitmacht, manchmal schaukelt es starker als auf einem
Schiff. Während er uns umherchauffiert, erzählt er uns, dass einmal jählich ein
Blitz auf der Insel einschlägt und so einen Waldbrand auslöst. Viele Bäume haben Rückstände vom Feuer und sind ganz
schwarz, andere sind total ausgebrannt, nur noch die hohle Rinde steht. Um das Überleben zu sichern hat sich Mutter
Natur wieder so einiges ausgedacht: Eine Baumart hat Samen in Kapseln, die bei Hitze aufgehen, so dass die nach dem
Feuer bereits wieder neues Leben spriessen kann.
Bei einem Spaziergang entlang der Sandstrasse kommen wir uns sehr klein vor nebem diesen riesigen Bäumen. Wie so oft
in Australien sind die Bäume angeschrieben, dass man noch etwas lernen könnte.
An der Ostküste – wir sind an der Westküste angekommen – wartet ein Mittagsbuffet auf uns.
Auf meinem anschliessenden Rundgang im Park sehe ich eine gelbe Spinne, ein Schweizer zeigt mir noch eine grössere
schwarze (ca. 15 cm Durchmesser). Mit dem Bus fahren wir nun an den Strand, schliesslich haben wir ja Allradantrieb.
Auf dem Sand erwartet uns bereits ein einmotoriges Flugzeug mit 8 Plätzen, das einen Blick von oben erlaubt. Martin und
ich entschliessen uns spontan für einen Start auf Sand und steigen ein. Der Blick von oben ist sehr schön. Erst so
sehen wir, wie die Sanddünen den Wald überrollen und ihm so keine Chance lassen. Fraser Island hat die meisten
Sanddünenseen; das sind Seen, die weder einen Zu- noch einen Abfluss haben. Von oben sind diese auch sehr schön zu
erkennen.
Nach etwa 15 Minuten Flug landen wir wieder und treffen auf den Rest der Gruppe, die sich Sandsteinformationen
ansieht. Der nächste Stop ist ein verrostetes Wrack namens Maheno. Ich wollte unbedingt ein solches sehen, der Kontrast
vom weissen Sand und dem blauen Meer zum rostroten Schiff gefällt mir sehr gut.
Peter fährt weiter über den Strand zu Eli Creek, ein kühlender Frischwasserfluss, dem man im seichten Wasser etwas
folgen kann. Doch zum Schwimmen werden wir an einen der grösseren Sanddünenseen gebracht, zum Lake Garawongera. Das
Wasser hat auch eher eine rostige Farbe, aber die Haut fühlt sich ganz weich an nach dem Schwimmen. Wir sehen sogar
noch einen Leguan, der jedoch erst gefährlich werden kann, wenn er keinen Baum findet, um nach oben zu fliehen.
Es ist schon spät und die Fähre wartet auf uns. Leider haben wir keine Dingos gesehen, aber man kann ja nicht alles
haben. Martin ist froh, wieder von der Insel wegzukommen, für ihn hat es zuviel Sand. Ich könnte mir gut vorstellen,
noch einige Tage hier zu bleiben.
Auf dem Rückweg sehe auch ich etwas, was meiner Meinung nach eine Delphinschnauze ist. Aber wir sollten ja morgen
noch mehr Delphine zu sehen bekommen…
Zurück beim Campingplatz ist es schon fast dunkel. Ich will uns beim Campingplatz, den wir für diese Nacht ausgesucht
haben, anmelden; nicht dass wir vor verschlossenen Toren stehen. Nach einem misslungenen Versuch, bei dem ich aus
Versehen der nationalen Notfallnummer anrufe, klappt es dann doch.
Nach dem Beweis, dass ich doch nicht so gut Kartenlesen kann, treffen wir auf Umwegen in Poona ein. Der Besitzer
erwartet uns freundlicherweise und zeigt uns unseren Platz zwischen Fröschen und Kröten.
Es ist schon lange dunkel und wir haben morgen viel vor…

Regen, Sonne, Regen

(Samstag, 15. März 2008)
Die Wärme der Sonne dringt schon früh in unseren Camper und weckt uns. Ich habe unruhig geschlafen und mal wieder Bauchkrämpfe. Wahrscheinlich habe ich gestern etwas Falsches gegessen. Martin und ich trinken meistens tagsüber sehr wenig, auch das Essen vergessen wir auf unseren Erkundungen oft. Zum Glück gibt es noch das Abendessen, das wir nie ausfallen lassen. Bei strahlendem Sonnenschein verlassen wir den Country Club in Richtung Süden.
Wir haben eingesehen, dass wir nicht alles selber planen können. Deshalb fahren wir in Rockhampton erst mal ins Touristeninfozentrum und buchen für morgen einen Trip auf Fraser Island, der grössten Sandinsel, die man nur mit 4×4 besichtigen kann.
Unterwegs müssen wir mehrmals anhalten um Schwertransporter vorbeizulassen. Diese werden von der Polizei eskortiert, weil sie beide Fahrspuren brauchen. Reifen, Fahrgestelle und Ladebrücken von riesigen Lastwagen werden transportiert.
Mein Kopf hat sich von meinem Bauch anstecken lassen, deshalb lasse ich Martin die meiste Zeit fahren.
In Hervey Bay suchen wir uns einen Campingplatz direkt am Meer, hier darf man nämlich endlich gefahrlos schwimmen! Wir werden fündig und stürzen uns gleich ins Wasser. Wieder sind die Bäume voller farbiger Papageien, Martin kann es nicht lassen und folgt ihnen mit der Kamera von Baum zu Baum. Wir lesen etwas, geniessen die Sonne und machen einen Strandspaziergang in den Sonnenuntergang.
Beide haben wir keine Lust zu kochen, so holen wir uns auf der anderen Strassenseite eine Pizza. Kaum sitzen wir damit in der Campingküche, platzt der Regen los. Das sind ja gute Voraussetzungen für unseren Ausflug morgen.
Wenig später hat sich das Wetter beruhigt und Fledermäuse begleiten uns zurück zum Camper.
Plötzlich hören wir eine laute, auffällige Melodie. Tatsächlich, es ist der Eiswagen, der über den Campingplatz fährt. Sowas kenne ich nur aus dem Fernsehen.

Kleine Plagegeister

(Freitag, 14. März 2008)
Wieder weckt uns der Regen. Die ganze Nacht hindurch hat es immer wieder
geregnet, sogar der kleine Bach, der durch den Campingplatz Flametree
fliesst, ist über Nacht gewachsen. Unser Nachbar zeigt uns das Opossum, das
sich über dem Fernseher in der Campingküche schlafen gelegt hat. Es ist
ziemlich klein, hat aber lange Krallen und schaut uns müde beim
Fotographieren zu.
Wir packen unsere Sachen, verabschieden uns von den Dänen und fahren los.
Das nächste Ziel ist der Eungella National Park, wo man gemäss Qri Platypus
und Schildkröten beobachten kann.
Dieser Park liegt auf dem Hochplateau der Great Dividing Range. Enge Kurven
führen hinauf, die Wolken voller Meeresfeuchtigkeit werden an die Hänge
gedrückt und schleichen denen entlang.
Bei Regen marschieren wir los durch den Regenwald. Es sieht wieder ganz
anders aus als im Norden, als wir im Wald noch Sonne hatten. Wenn alles
nass ist, trauen sich nicht viele heraus und die Bäume wirken trister.
Kleine lästige Viecher zwingen uns zur Umkehr: Landegel saugen sich an
unserer Haut und den Kleidern fest. Die Deutschen schauen uns wohl
belustigt zu, weshalb wir uns beim überdachten Picknickplatz ausziehen und
unsere Kleider gründlich untersuchen. Wir haben jedoch noch genügend
Anschauungsmaterial an Beinen und Kleidern. Laut unserem schlauen Buch
“Tiere Australiens” saugen sich diese Egel für 10 Minuten fest und können
dann wochenlang von diesem Blut zehren. Sie sollten besser nicht abgerissen
werden wegen Infektionsgefahr, aber uns sind diese Tiere nicht ganz geheuer
schon gar nicht in so hoher Anzahl. Danke Katrin für die Reiseapotheke, den
Desinfektionsspray können wir jetzt sehr gut gebrauchen!
Wir versuchen unser Glück etwas weiter am vorne am Broken River, sehen aber
leider keine Schnabeltiere, jedoch Schildkröten, Buschtruthähne und einen
blauen Kingfisher. Der Regen hindert uns daran, geduldig auf die Platypus
zu warten, vielleicht haben wir später noch eine Gelegenheit.
Knapp schaffen wir es noch bis zur nächsten Tankstelle, indem Martin den
Berg im Leerlauf hinabfährt. Wir lernen einmal mehr, dass auf das Navi
nicht so viel Verlass ist.
Weiter im Süden scheint endlich wieder die Sonne und lässt uns hoffen. Die
Landschaft hat sich wieder verändert und nun zeigen sich uns endlose Weiten
mit hohen, alleinstehenden Bäumen.
Gegen Abend beschliessen wir, die Route abzukürzen und nicht bis
Rockhampton zu fahren. Der Campingplatz in Marlborough, den wir gleich nach
Sonnenuntergang erreichen, gefällt uns gar nicht. Laut Karte sollte im
nächsten Dorf ein anderer Platz sein. Nur leider hält sich die Strasse
nicht daran, die nächste Ortschaft ist Rockhampton. So bleibt uns nichts
anderes übrig, als uns einem Road Train anzuhängen und in die Stadt zu
fahren.
Der erstbeste Campingplatz reicht uns. Der “Country Club” liegt zwar direkt
an der Hauptstrasse, aber wir haben Hunger und für heute genug vom Fahren.
Nur das Zwitschern der Vögel und das Zirpen der Grillen fehlt uns beim
Einschlafen…

Unterwasserwelt bei Regen

(Donnerstag, 13. März 2008)

Regentropfen trommeln auf das Dach des Campervans und wecken mich früh.

Heute ist unser grosser Tag, das Riff wartet auf uns und nun regnet es?

Während dem Frühstück klart es auf.

An der Bushaltestelle treffen wir auf ein australisches Pärchen, das die gleichen Pläne hat wie wir. Beim Einstieg ins grosse Boot werden wir informiert, dass das Meer heute dem Wetter entsprechend stürmisch ist. An der Bar holen wir uns deshalb erst mal die Tabletten gegen die Seekrankheit.

Unterwegs schlagen die Wellen wirklich sehr hoch, auch der Regen prasselt ununterbrochen auf das Dach. Andere Leute bezahlen viel Geld für solchen Spass auf Achterbahnen. Viele der Mitreisenden können unsere Freude nicht teilen und halten die kleinen weissen Tüten nah beim Mund.

Nach knapp 3 Stunden sind wir auf der fest beim Riff installierten Plattform angekommen. Das Wetter ist noch nicht besser, es windet ziemlich stark.

Wie viele andere schnappen Martin und ich uns erst mal Stinger Suits (dünne Ganzkörperanzüge), Flossen, Masken und Schnorchel und springen ins Wasser.

Endlich können wir auch die Unterwasserkamera richtig ausprobieren. Wir schnorcheln direkt über einem hohen Riff, es ist nur etwa 2 Meter tief hier. Viele Fische schwimmen unter uns umher, suchen Nahrung im Riff oder spielen miteinander. Auch Muscheln, Korallen und andere Meertiere sehen wir. Es ist unglaublich, wie viel wir hier entdecken.

Der Regen hat nun das Riff erreicht und prasselt auf unsere Rücken. Die Fische scheint es nicht zu stören, wieso also uns. Wegen des fehlenden Sonnenlichts sind die Farben des Riffs nicht so prächtig, sondern eher grau in blau, aber es lässt erahnen, wie es hier bei Sonnenschein aussehen könnte. Die Fische sind gut erkennbare Farbtupfer. An einer tieferen Stelle, wo das Riff senkrecht abfällt, hat es auch grössere Fische wie Wally, ein etwa ein Meter langer Fisch, der aussieht wie ein kleiner (ich kann da nicht so genau beschreiben was ich sagen will… Für mich sind Haie etc. grosse Fische, aber Wally sieht wirklich nicht so aus). Plötzlich bin ich von Fischen umgeben, sie kommen so nah an mich heran, dass ich sie berühren könnte, aber das ist nicht gestattet.

Für eine kleine Stärkung gehen wir aus dem Wasser. Es gibt auch einen Raum, wo man durch Scheiben die Fische beobachten kann. Das Halb-U-Boot, das am Rand des Riffs entlangfährt, erwischen wir leider nicht mehr, denn bald fängt unsere Schnuppertauchlektion an.

Zusätzlich zu den Schnorchelutensilien gibt es noch ein Rucksack mit Sauerstoffflasche sowie einen Gewichtsgürtel. Nach einigen Übungen, die wir unter dem Boot vorzeigen müssen, nehmen uns die Tauchlehrer mit in die Tiefe. Angeblich gehen wir 12 Meter nach unten, die Sicht beträgt leider nur etwa 8 Meter. Anfangs ist es ein beklemmendes Gefühl, nur durch die Sauerstoffmaske zu atmen, aber wir gewöhnen uns erstaunlich schnell daran und können den Tauchgang so richtig geniessen. Nessie, die Instruktorin, gibt uns eine Seegurke zum Anfassen, zeigt uns eine Moräne und streichelt eine Muschel, die sich darauf sofort schliesst. Alex, der zweite Begleiter, legt uns ein kleines Tierchen auf die Hand, das "Electric Swallowtail" heisst, wie er mir später im Buch zeigt.

Nach einer Dreiviertelstunde tauchen wir wieder auf und müssen zurück auf die Fähre. Auch auf dem Heimweg tobt das Meer ziemlich stark.

Wir schauen unterwegs unsere Ausbeute der Kamera an. Wir haben über 500 Fotos gemacht (zugegeben, ich haben einen Modus gewählt, der immer drei Bilder in verschiedenen Belichtungsstufen macht). Wenn da auch nur einige so richtig gut sind, dann hat sich das Gehäuse schon gelohnt! Zu Hause wissen wir mehr…

Auf dem Campingplatz waschen wir mal unsere Kleider, sogar ein Tumbler ist vorhanden. Neben uns hat ein dänisches Pärchen mit dem gleichen Britz Camper geparkt. Sie kommen von Süden her und sind bereits seit drei Monaten unterwegs. Wir tauschen Tipps aus dem Norden gegen solche aus dem Süden bis es dunkel ist und wieder zu regnen anfängt.

Im Bett schauen wir uns nochmals die Fotos an und gehen die Route für morgen durch, bis wir einschlafen.

 

Nicht ganz nach Plan

(Dienstag, 11. März 2008)

Wir stehen früh auf, in der Hoffnung, einen Platz in einer Tauchgruppe zu ergattern. Im Prospekt steht, dass die Touren täglich stattfinden, in der Hochsaison gar mehrmals täglich. Die nette Dame am Schalter lässt uns jedoch wissen, dass erst am Wochenende wieder Touren gemacht werden, wir können aber auf Magnetic Island schnorcheln gehen.

Wir lassen uns überzeugen und fahren mit der Fähre zur Insel (Zum

Vergleich: In Hong Kong bezahlten wir 2.2 HKD, etwa 50 Rappen, für wenige Minuten Überfahrt, hier in Townsville kosten die 20 Minuten 24 AUD, etwa 24 CHF).

Der Vermieter der Tuchausrüstung (wegen der giftigen Quallen ist ein sogenannter Stinger Suit, ein Ganzkörperanzug sehr empfehlenswert) meint jedoch, dass die Sicht wegen dem schlechten Wetter der Vortage nur 2 Meter beträgt und sich ein Tuchgang nicht lohnt. Wir sind beide sehr enttäuscht, dass unsere Pläne nun schon wieder nicht aufgehen.

Mit dem Bus fahren wir eine Ortschaft weiter und werden dort fündig: Rock Wallabies! Das sind kleine Känguruhs, die zwischen den Steinen leben. Ein Pärchen füttert sie gerade und so können wir diese Tierchen von ganz nah betrachten. Eines frisst mir sogar aus der Hand. Die Mutter, die ihr Kleines noch im Beutel trägt, versteckt sich leider immer wieder, trotzdem haben wir einige Fotos von den Wallabies.

Weiter geht’s nach Horseshoe an der gegenüberliegenden Seite der Insel. In diesem Kaff gibt es etwa drei Shops und ebensoviele Pubs, das war’s.

Immerhin können wir hier endlich mal ins Wasser, da es einen abgesperrten Bereich im Meer hat, der quallenfrei sein sollte. Aber das Wasser ist wirklich so trüb wie uns gesagt wurde.

Auf dem Wanderweg sollten wir Koalas sehen, als unbewegliche Fellhaufen in Eukalyptusbäumen. Koalas schlafen 20 Stunden pro Tag, da sie Euklyptusblätter so wenig Energie liefern. Leider sehen wir nur Nester der Baumameisen, die grösseren Tiere haben sich besser versteckt.

Mit der Fähre lassen wir uns wieder nach Townsville übersetzen und besuchen dann das Reef HQ Aquarium. So können wir wenigstens mal einen Blick auf die faszinierende Unterwasserwelt werfen. Im weltweit grössten Becken schwimmen kleine Fische um Korallen herum. Korallen in einem Bassin am Leben zu erhalten sei sehr schwierig, hier klappt es anscheinend ganz gut. Mir gefallen die grossen Raubtiere im anderen Becken fast besser;-) Auf jeden Fall ist diese Welt sehr faszinierend und wir wollen unbedingt noch mehr davon sehen!

In Townsville hat es einen Rock Pool mit einem Volumen von 4 Olympiabecken, der mit Meerwasser gefüllt ist. Die Pumpen können das Wasser innerhalb von

3 Stunden vollständig ersetzen. Uns ist jedoch die Lust am Baden vergangen, wir haben beide einen Sonnenbrand auf den Schultern eingefangen und möchten uns etwas ausruhen. Heute war die Sonne sehr intensiv, das hat uns müde gemacht.

Ich koche das erste Mal auf dem Gaskocher in unserem Camper. Die Mikrowelle haben wir immer noch nicht benutzt;-) Wir studieren noch die Karten für unsere nächsten Tagesetappen und schlafen früh ein.

 

 

 

Vorfreude

(Mittwoch, 12. März 2008)

Wir stehen wieder früh auf, die Vögel (vor allem die Papageien machen ziemlich viel Lärm) lassen uns sowieso nicht ausschlafen. Nach dem Frühstück packen wir zusammen, verlassen den Campingplatz bei Rowes Bay und fahren in Richtung Süden. Es ist schon sehr warm und wird mit Sicherheit noch ziemlich heiss werden.

Unterwegs kommen uns einige Road Trains entgegen, jedoch hat keiner die auf Schildern beschriebene Länge vom 50 Metern. Rechts und links der Strasse wird Zuckerrohr angebaut, das dann vermutlich in Bundaberg, wo wir in wenigen Tagen durchfahren werden, verarbeitet wird.

In Bowen machen wir bei einem Touristeninfo halt und buchen endlich unseren Tauchtrip ans Great Barrier Reef für morgen. Ich freue mich schon riesig darauf!

In Airlie Beach gehen wir endlich mal shoppen. Die Flip Flops von Martin fallen auseinander (soviel zur Qualität von H&M) und neue Badehosen will er auch. Zusätzlich finden wir für beide noch Shirts.

Wir haben den Park für die Übernachtung mit dem Camper ausgesucht, der am nächsten bei der Natur ist. So können wir wieder Kakadus, Papageien und andere laute Vögel beobachten (ja, Martin hat noch immer nicht genügend Fotos;-)). Zum ersten Mal springen wir auch in den Pool, der aber nicht halb so gut nach Chlor riecht wie die Morgendusche. Aber wir können endlich das Unterwassergehäuse für meine Digitalkamera ausprobieren. Die Hauptprobe für den Grosseinsatz von morgen ist geglückt, es ist dicht! Wenn alles morgen klappt, bringen wir viele Bilder von der Unterwasserwelt mit in die meerlose Schweiz.

Die Grillen übernehmen nahtlos von den Vögeln und zirpen fröhlich, während es wie immer früh und schnell eindunkelt.

Martin und ich sitzen auf den gemieteten Campingstühlen und essen gemütlich im Schein der Antimückenkerze zu Abend. Es ist eigentlich eine romantische Stimmung, aber wir sind seit über einer Woche gemeinsam unterwegs und sehen und erleben tagtäglich das gleiche. Was sollen wir uns denn da noch

erzählen?;-) Jedenfalls ist es besser als vor dem Fernseher zu sitzen, wie es viele andere auf dem Campingplatz machen. Wir geniessen die freie Zeit…

 

 

“in 260km bitte links abbiegen”

(Montag, 10. März 2008)

Während ich das Frühstück vorbereite, jagd Martin mit seiner Kamera den Kakadus, Papageien und anderen Vögeln nach. Was wir zu Hause oft nur in Zoos sehen, fliegt hier frei umher. Rot, grün, grau, weiss, gelb, schwarz – diese Farbenpracht ist wunderschön.

Unterwegs sehen wir die ersten Känguruhs in freier Wildbahn, jedoch habe ich mir die etwas anders vorgestellt, als dass sie reglos am Strassenrand liegen. Dafür hätte ich nicht gedacht, dass wir so viele freilaufende Kühe sehen. Regelmässig fahren wir über Kuhgitter auf der Strasse.

Nach einer Stunde Fahrt kommen wir bei Undara Vulcano an. Leider sind momentan keine Touren in die Höhlen möglich, vielleicht wegen der Regenzeit. Gleich neben den Hütten säugen zwei Känguruhmütter ihre Jungen, sie lassen uns nahe an sich heran.

Wir machen uns zu Fuss auf zu einem Aussichtspunkt, der knapp 2 km entfernt sein soll. Lehmrote Wege schlängeln sich zwischen den Bäumen hindurch und über Felsplatten. Mannshohes Gras säumt den Pfad und zeigt uns auch Stabheuschrecken und farbige Blumen. Der Ausblick am Ziel ist sehr schön, ähnlich stelle ich mir die Olgas vor, nur viel grösser. Wir stehen auf Felsplatten, es hat grosse runde Steine – natürlich rot – um uns herumm und wir sehen über die weite Fläche mit den Bäumen. Nennt sich das Savanne? Ich bin mir nicht sicher…

Es ist mittlerweile sehr heiss und wir sind froh, dass wir eine Klimaanlage haben. Ich habe festgestellt, dass wir teilweise sehr lange Fahrstrecken haben, oftmals 400km an einem Tag. Wir haben noch viel vor uns…

Auf der Fahrt durch die Great Dividing Range, die die Küste vom Outback trennt, begegnen wir wenigen Fahrzeugen, aber etwa gleich vielen verschiedenen Vegetationen. Unser GPS Gerät speichert, wann wir wo sind. Zu Hause können wir diese Daten mit denen unserer Fotoapparate vergleichen, die speichern ja den Zeitpunkt. So wissen wir auch noch später, welches Foto die Vegetation an welchem Punkt unserer Reise zeigt.

Wir halten bei Greenvale um zu tanken. Vermutlich haben weder die Tankstellenfrau noch die zwei Polizisten vor Ort viel zu tun, kommt doch selten ein Auto vorbei. Während wir unsere Wassermelone geniessen, sitzen Vögel direkt über unsere Köpfe. Die farbigen Vögel begleiten uns noch länger.

Endlich, eine Schlange! Das etwa 1,5 m lange Tier liegt auf der Strasse und will das Auto vor uns angreifen (ja, ausnahmsweise ist da mal ein anderes Auto;-)). Erfolglos schlängelt sie sich dann zurück ins Gras.

Wir erreichen Townsville noch vor sechs Uhr. Das Einkaufscenter schliesst hinter uns und die Geschäfte in der Innenstadt sind schon seit fünf Uhr geschlossen. Auf dem Campingplatz werden Wagen an Wagen parkiert. Wir sind enttäuscht von dieser Stadt, wir haben anderes von einer Touristenstadt erwartet. Da alles schon geschlossen ist, können wir keine Reef Tour für morgen buchen. Wir werden es morgen auf gut Glück mal versuchen oder sonst gleich bei unserem nächsten Zielort vorreservieren.

 

Was ich gestern noch vergass zu erwähnen: Der Campingplatz gestern war so ziemlich "in the middle of nowhere", also keine Lichter rundherum. Dies ermöglichte uns einen sagenhaften Blick in den Himmel. Ich habe die Milchstrasse noch nie so deutlich gesehen und auch noch nie so viele Sterne! Ich bin gespannt, wie unser Aufenthalt in der Sternwarte vom Studienkollege von Martin wird…

 

 

Regenwald mal anders

(Sonntag, 9. März 2008)

Früh morgens machen wir uns auf den Weg zur Luftseilbahn, die uns nach Kuranda bringen soll. Wie uns gesagt wird, ist heute ein traumhafter Tag um Fotos zu machen, wie im Prospekt werden die Fotos, meinen die Angestellten.

Zu Zweit in einer 6er Gondel fahren wir eine Viertelstunde bis Red Peak. Da zeigt uns ein Ranger, wie die verschiedenen Pflanzen um Licht kämpfen. Nur ein Prozent des Lichtes erreicht den Waldboden. Gewisse Samen lassen, wenn sie oben auf die Baumwipfel fallen, ihre Wurzeln nach unten wachsen und verdrängen so den Baum, an dem sie nach unten schleichen. Um einem solchen Tod zu entrinnen, haben die Baumriesen eine leicht schälbare Rinde, die einfach abfällt, wenn sie gestört wird.

Ich habe bereits früher von der Pflanze namens Stinger Tree gehört, es aber für ein Märchen gehalten. Hier werde ich eines Besseren belehrt: Bei Berührung eines dieser Blätter bleiben die giftigen Härchen in der Haut stecken. Falls man die nicht rauszieht, verbreiten sie ihr Gift im Körper, bis die Härchen herausgewachsen sind. Das heisst also, es schmerzt erst mal zwei Wochen und dann die nächsten zwei Jahre ebenfalls, wenn man mit Wasser in Berührung kommt, da dann die Toxine wieder aktiviert werden. Also Finger weg!

Der nächste Stopp ist bei den Barron Falls, das sind 300m hohe Wasserfälle.

Diese sind sehr eindrücklich und die Gischt spritzt bis zur Aussichtsplattform hoch.

Dann geht es weiter bis nach Kuranda, einer Touristenstadt mitten im Regenwald. Wir schlendern etwas durch die Strassen und landen im Butterfly Sanctuary. Die Schmetterlinge haben eine Spannweite von bis zu 20cm.

Die Schlange, die vor 10 Tagen bei uns in der Zeitung war, weil sie das Meerschweinchen, die Katze und schliesslich auch den Chi-hua-hua der Familie gegessen hatte, ist auch hier in Kuranda. Leider haben wir sie jedoch nicht gesehen.

Mit der alten Eisenbahn fahren wir zurück an den Aussichtspunkt, zurück zu unserem Camper. Wir haben uns schon fast daran gewöhnt, links zu fahren und links zu schalten. Beim Losfahren sowie bei komplizierten Kreuzungen muss ich meist etwas länger überlegen, wo ich jetzt genau fahren muss, aber es klappt schon ganz gut.

Wir fahren noch ein paar Stunden ins Landesinnere, wo die Vegetation wieder ganz anders aussieht. Teilweise erinnert es uns gar an die Schweiz, sogar Kühe hat es hier. Jedoch ist hier alles viel weiter, wir fahren meist viele Kilometer, mal lange geradeaus, mal kurvig auf den Berg hinauf, bis wir jemanden sehen.

Spätestens als das Navi (das leider nicht immer so zuverlässig ist) anzeigt, dass wir in 160 km links abbiegen müssen, wird uns bewusst, dass hier ganz andere Dimensionen vorherrschen.

Wir sehen jetzt auch, weshalb man dies den roten Kontinent nennt, die Strassenränder sind dunkelrot, beim leichten Regen sogar noch schöner. Nach einem wunderbaren Sonnenuntergang suchen wir im Dunkeln einen Campingplatz.

Kröten und Frösche begegnen uns auf dem Weg zum Zähneputzen und die Vögel singen uns in den Schlaf.

 

Britzli, unser neues Zuhause…

Der Regen, der gestern abend eingesetzt hat, bleibt die ganze Nacht. Wir lassen uns den Campervan erklären und machen uns auf den Weg. Erst mal ist einkaufen angesagt, schliesslich wollen wir in unserer fahrbaren Unterkunft auch selber kochen. Die Verstaumöglichkeiten sind leider gering, aber mindestens sind Kühlschrank und Mikrowelle vorhanden;-) Der Weg nach Norden führt meist über eine Küstenstrasse und zwischen Palmen und Tropenpflanzen durch. Manchmal scheint die Sonne, manchmal regnet es.

Auf jeden Fall ist es sehr warm. Neben der Strasse liegt immer noch sehr viel Wasser, Felder und Wege sind überschwemmt. Es ist noch ungewiss, wie weit wir kommen werden bei so viel Wasser.

Mit der Fähre lassen wir uns über den Daintree River setzen. Auf der anderen Seite beginnt eine neue Welt! Wir farhren mitten durch den Regenwald, es ist unbeschreiblich! Eine unglaubliche Vielfalt an Pflanzen und Bäumen umgibt uns. Beide haben wir schon Bilder gesehen und davon gelesen, aber wenn man erst mal mitten drin ist, ist man einfach sprachlos!

Wir besuchen eine Station, in der man durch den Regenwald laufen kann und auch von einem Turm aus alles überblicken kann. Es erwartet uns Faszinierendes. Leider sehen wir nur wenige Tiere, aber schon alleine die riesige Spinne, die keiner im Haus haben will, ist es wert. Martin und ich gehen mit unseren Fotoapparaten in diesem Park umher, beide sprechen wenig, wir sehen zuviel Unbekanntes, das uns die Sprache verschlägt.

Hier im Daintree National Park soll es mehr Tier- und Pflanzenarten geben als in Nordamerika und Europa zusammen.

Wegen den Überschwemmungen können wir nicht wie geplant zum Cape Tribulation auf den Campingplatz, wir bleiben deshalb so ziemlich im Regenwald, wo die Grillen, Vögel und andere zu hören sind.

Da die meisten Tiere hier nachtaktiv sind, beschliessen wir, eine Nachtwanderung durch den tropischen Wald bei Jindalba zu machen. Ohne unsere Lampen wäre es stockfinster, aber ausser einem Frosch sehen wir nur Insekten. Trotzdem ist es eindrücklich, ja schon fast unheimlich.

Abertausende Augen beobachten uns wahrscheinlich, wie wir uns in fremdes Gebiet vorwagen. Für mich ist es sehr aufregend, Angst habe ich jedoch keine, fast wie in einem Traum fühle ich mich.

Bei einer enormen Geräuschkulisse schlafen wir in unserem Campervan ein, werden nachts jedoch mehrmals von starken Regenfällen geweckt.

Morgens ist es angenehm kühl. In der Dusche sitzt eine grosse Heuschrecke, aber ich schätze, da sind noch Dutzende andere Tierchen, die mich

beobachten;-) Zum Frühstück gibt es Toast, viel mehr Auswahl haben wir im Camper nicht, aber uns reicht es.

Unser Versuch, zum Cape Tribulation zu fahren, scheitert am Cooper Creek.

Etwa 30 cm hoch ist das Wasser auf der Strasse. Der 4×4, der uns gefolgt ist, fährt problemlos hindurch. Wir müssen jedoch passen.

Stattdessen sehen wir uns den Wald auf den Gehwegen bei Jindalba bei Tageslicht an. Die begehbaren Stege wurden um die Bäume gebaut. Pro Jahr sollen 10 Tonnen Blätter pro Quadratmeter fallen. Bei guten Bedingungen kann der Wald bis zu 1 m pro Jahr wachsen, bei schlechten äusseren Einflüssen zu Grunde gehen.

Unterwegs mit dem Camper läuft ein Casowary vor uns über die Strasse, das scheinen sie gerne zu machen, warnen doch überall Schilder vor diesen grossen Vögeln.

Auf der anderen Seite des Daintree Rivers gehen wir mit dem Daintree Rivertrain auf Krokodilschau und sehen prompt ein 3 m langes und ca. 200 kg schweres Weibchen. Wusstet Ihr dass ein Krokodil…

…30cm pro Jahr wächst?

…so energieeffizient ist, dass es nur 1% seines Körpergewichtes wöchentlich isst?

…64 Zähne hat und jeden rund 50 Mal erneuern kann?

…bis zum Alter von 6 Jahren an der Grösse, danach anhand der Anzahl Zähne altersmässig geschätzt wird? (Ein zahnloses Krokodil wird auf 60 Jahre

geschätzt)

Ebenfalls erfuhren wir, dass Mangroven, die Bäume die ihre Luftwurzeln ins Wasser strecken, der Anfang der Nahrungskette sind. Sie haben sich so sehr ans Salzwasser angepasst, dass das Salz in ältere Blätter transportiert wird, die dann abfallen und kleine Tiere ernähren. Die Krokodile sind – wen wundert’s – das Ende der Nahrungskette.

Wir fahren zurück in Richtung Süden, vorbei an den Einfamilienhäusern mit Palmen im Garten, vorbei an den solarbetriebenen Baustellenampeln bis zu Ellis Beach. Ein Traum! Wir parken unseren Campervan fast am Meer, nur einige Palmen stehen zwischen uns und dem Sandstrand. Schwierig für mich ist in dieser Situation, dass ich nicht schwimmen darf. Die Quallen sind hier überall und sollen sehr gefährlich sein.

Ellis Beach ist sehr empfehlenswert, die Anlagen hier sind auch sehr sauber und die Lage könnte kaum besser sein.

Wir sitzen in unseren Campingstühlen neben dem Auto und geniessen die frische Brise, nebenan rauschen die Wellen und Kakadus fliegen vorbei. Hier ist unser Paradies!

Ach ja, ein kurzer Zwischenstand: Bislang haben Martin und ich etwa 750 Fotos geschossen… Immerhin hat er so bewiesen, dass er alle seine Objektive für die Kamera auch wirklich braucht;-)

Ein Traum wird wahr…

Die Fahrt vom Hotel in Hong Kong zum Flughafen führte am Hafen vorbei.

Dieser Frachthafen soll der grösste der Welt sein.

 

Im Flieger klappte alles wunderbar, ich hab mich schon fast ans lange Fliegen gewöhnt, darum schlief ich auch besser, habe deswegen aber nur zwei Filme gesehen;-)

 

In Sydney mussten wir umsteigen, um nach Cairns zu kommen. Die Zeit war knapp und das System bei der Gepäckkontrolle zum schreien!

"Don’t panic if you miss this flight, they’ll put you on the next one."

Beruhigend… Hauptsache war jedoch, dass Martin auf dem Flughafen in Sydney eine A380 sah, die war wirklich riesig…

 

Jedenfalls, die Zeit reichte schlussendlich doch noch und wir erreichten Cairns planmässig. Kaum wurden die Flugzeugtüren geöffnet, wehte uns ein schwüler Luftzug entgegen. Wir sind in Australien!

 

Im Hotel, das direkt am Strand liegt, schliefen wir sofort ein. Auf der Suche nach einem Ort zum Abendessen liefen wir mit Shorts und Flip-flops durch die Strassen. Zu Hause soll es nochmals geschneit haben, aber das kümmerte uns hier nicht.

Hier kreischten Dutzende Papageien auf den Bäumen und bei Einbruch der Dunkelheit flogen grosse Fledermäuse über unsere Köpfe.

 

Wir erfuhren, dass die Küstenstrasse nach Süden gesperrt ist. Es hatte viel geregnet in den vergangenen Tagen, so dass nun alles etwas überschwemmt ist. In den letzten drei Wochen seien 1800 Liter pro Quadratmeter gefallen.

Wir wollten morgen aber sowieso nach Norden, mussten aber auch unsere Pläne umstellen, da der Skyrail nach Kuranda morgen geschlossen ist.

 

Ab morgen werden wir mit dem Campervan unterwegs sein.

 

 

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