Nie wieder BA – angekommen an der Küste

(Samstag, 18. Juli 2009)



Der Start unserer Reise ist etwas mühsam. Die telefonische Auskunft für das Gepäck erweist sich am Schalter als nicht korrekt und kostet uns Geld und viel Nerven. Da British Airways nicht sehr kooperativ ist, müssen wir das Gepäck in London abholen, auschecken und alles beim anderen Terminal wieder einchecken. Schlechte Logik und nicht sehr kundenfreundlich, wir lernen für die Zukunft;-) Martin hat sich schon früh informiert und so sitzen wir im Flugzeug an den besten Plätzen: Die Aussicht auf die näherkommende Insel ist gigantisch.

Martin macht einige Fotos mit der kleinen Kamera, bis er merkt, dass ich die Speicherkarte zu Hause vergessen habe. Aber auch Urs hat die Kamera griffbereit und knipst schon wild drauflos.

In Keflavik erwartet uns alles Gepäck(!), traumhaftes Wetter und ein junger Typ mit einem Schild, auf dem “Martin Albisser” steht. Er führt uns zu unserem Mitsubishi Pajero, der sich als Ford Explorer erweist. Egal, auch dieses Auto ist riesig und bietet unserem Gepäck genügend Stauraum.

Der Wetterbericht für die nächsten Tage soll ähnlich sein wie heute, das heisst traumhafter Sonnenschein bei angenehmen 14 Grad. Aber auch der Autovermieter bestätigt, dass die Vorhersage nicht immer ganz zutreffend ist. Was auch kommt, wir sind gut ausgerüstet.

Beim Geld abholen stellt sich schon mal die erste Frage: Wie viel brauchen wir und wie viel ist das in isländischen Kronen? Schliesslich wollen wir keine Kronen nach Hause nehmen, da Island ja in den nächsten Jahren in die EU kommen soll., Der erste Campingplatz ist schnell gefunden, wieder dank Martin’s Internetrecherche. 10 Minuten vom Flughafen entfernt liegt der Leuchtturm bei Garodskagi. Mit 28 m ist er der Grösste der Insel. Er wurde im Jahr

1944 gebaut und ist somit gleich alt wie die Republik Island. Wir sind nicht die einzigen, wenige andere sind mit Kameras auf Vogeljagd. Im Internet steht, dass es hier kein Wind gebe, nur Sturm. Der Ort befindet sich ganz vorne am Meer auch einer Halbinsel.

Neben einer Steinmauer geschützt vom Wind schlagen wir unsere Zelte auf.

Wir sind schon lange unterwegs und hungrig. Manu beginnt mit dem Kochen; es gibt Morchelrisotto vom Benzinkocher (ja, sogar die leeren Benzinflaschen sind durch den Zoll gekommen;-)).

Auch nach dem Essen scheint die Sonne noch stark, ohne den Wind wäre es angenehm warm. Aber wozu gibt es Windstopperjacken?!

Nach einem kurzen Spaziergang zum alten, 12,5 m hohen Leuchtturm, der auch von Ornithologen genutzt wird, legen wir uns früh in Zelt. Es erscheint uns früh, denn die Sonne ist immer noch am Himmel. Ganz dunkel wird es auch nicht, wir sind ja knapp unter dem Polarkreis. Zudem mussten wir die Uhr um zwei Stunden zurückdrehen. Somit werden wir auch bei dem hellen Licht und dem Geschrei der Möwen gut schlafen.

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