Nicht ganz nach Plan

(Dienstag, 11. März 2008)

Wir stehen früh auf, in der Hoffnung, einen Platz in einer Tauchgruppe zu ergattern. Im Prospekt steht, dass die Touren täglich stattfinden, in der Hochsaison gar mehrmals täglich. Die nette Dame am Schalter lässt uns jedoch wissen, dass erst am Wochenende wieder Touren gemacht werden, wir können aber auf Magnetic Island schnorcheln gehen.

Wir lassen uns überzeugen und fahren mit der Fähre zur Insel (Zum

Vergleich: In Hong Kong bezahlten wir 2.2 HKD, etwa 50 Rappen, für wenige Minuten Überfahrt, hier in Townsville kosten die 20 Minuten 24 AUD, etwa 24 CHF).

Der Vermieter der Tuchausrüstung (wegen der giftigen Quallen ist ein sogenannter Stinger Suit, ein Ganzkörperanzug sehr empfehlenswert) meint jedoch, dass die Sicht wegen dem schlechten Wetter der Vortage nur 2 Meter beträgt und sich ein Tuchgang nicht lohnt. Wir sind beide sehr enttäuscht, dass unsere Pläne nun schon wieder nicht aufgehen.

Mit dem Bus fahren wir eine Ortschaft weiter und werden dort fündig: Rock Wallabies! Das sind kleine Känguruhs, die zwischen den Steinen leben. Ein Pärchen füttert sie gerade und so können wir diese Tierchen von ganz nah betrachten. Eines frisst mir sogar aus der Hand. Die Mutter, die ihr Kleines noch im Beutel trägt, versteckt sich leider immer wieder, trotzdem haben wir einige Fotos von den Wallabies.

Weiter geht’s nach Horseshoe an der gegenüberliegenden Seite der Insel. In diesem Kaff gibt es etwa drei Shops und ebensoviele Pubs, das war’s.

Immerhin können wir hier endlich mal ins Wasser, da es einen abgesperrten Bereich im Meer hat, der quallenfrei sein sollte. Aber das Wasser ist wirklich so trüb wie uns gesagt wurde.

Auf dem Wanderweg sollten wir Koalas sehen, als unbewegliche Fellhaufen in Eukalyptusbäumen. Koalas schlafen 20 Stunden pro Tag, da sie Euklyptusblätter so wenig Energie liefern. Leider sehen wir nur Nester der Baumameisen, die grösseren Tiere haben sich besser versteckt.

Mit der Fähre lassen wir uns wieder nach Townsville übersetzen und besuchen dann das Reef HQ Aquarium. So können wir wenigstens mal einen Blick auf die faszinierende Unterwasserwelt werfen. Im weltweit grössten Becken schwimmen kleine Fische um Korallen herum. Korallen in einem Bassin am Leben zu erhalten sei sehr schwierig, hier klappt es anscheinend ganz gut. Mir gefallen die grossen Raubtiere im anderen Becken fast besser;-) Auf jeden Fall ist diese Welt sehr faszinierend und wir wollen unbedingt noch mehr davon sehen!

In Townsville hat es einen Rock Pool mit einem Volumen von 4 Olympiabecken, der mit Meerwasser gefüllt ist. Die Pumpen können das Wasser innerhalb von

3 Stunden vollständig ersetzen. Uns ist jedoch die Lust am Baden vergangen, wir haben beide einen Sonnenbrand auf den Schultern eingefangen und möchten uns etwas ausruhen. Heute war die Sonne sehr intensiv, das hat uns müde gemacht.

Ich koche das erste Mal auf dem Gaskocher in unserem Camper. Die Mikrowelle haben wir immer noch nicht benutzt;-) Wir studieren noch die Karten für unsere nächsten Tagesetappen und schlafen früh ein.

 

 

 

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