Mt Yasur

(Donnerstag, 25. Oktober 2012)

In der Nacht hatte es geregnet, mit dem konstanten Geräusch des Meeres war es eine ungewohnte Geräuschekulisse.
Der Schnorchelgang zu den Schildkröten wurde wegen hohem Wellengang abgesagt bzw zum Blue Hole No. 1 verschoben. Da dort jedoch kein Guide war, sprangen wir ohne Infos ins Wasser. Problematisch war hier, erst mit Schuhen über das spitze Vulkangestein zu laufen und diese dann so zu platzieren, dass sie nach dem Schnorchelgang noch da sind. Das Innenleben dieses Blueholes war interessant und vielfältig, wir entdeckten immer wieder Neues, heute eine etwa zwei Meter lange Seegurke. Ich hatte mir in Australien einen wasserdichten Sack für meine Kompaktkamera gekauft und war immer wieder erstaunt über die guten Bilder in diesem klaren Wasser.
Für den späteren Nachmittag hatten wir die Tour zum Vulkan Yasur gebucht. Einheimische fuhren uns in ihren Allradfahrzeugen. Beim ersten Stopp sangen uns Frauen und Kinder einige Lieder vor und beschenkten uns mit Blumen. Entlang der Strassen, die in schlechterem Zustand waren als die Allradpiste der Gibb River Road, sprangen Kinder umher, auch Erwachsene winkten uns lachend zu. Die Dörfer hier bestanden aus wenigen Hütten aus Palmblättern, ab und zu ein beständigeres Gebäude. Wir hatten uns darauf eingestellt, dass Tanna nicht ganz so fortschrittlich ist, aber dass sie hier immer noch so leben, hätten wir nicht gedacht.
Weiter gab es verschiedene Stopps zum Fotografieren des Vulkans, erst von Weitem, dann von Fusse aus in der Aschewüste. Vom Parkplatz aus mussten wir noch die letzten Meter laufen, um dann direkt in einen der zwei Krater, die etwa 100 m unter uns waren, zu blicken. Konstant brodelte es und wenn ein heftigerer Ausbruch kam, flogen die glühenden Steine über uns hinweg in den Himmel hinauf während wir die zum Teil starken Druckwellen an ganzen Körper spürten, gefolgt von einem ohrenbetäubenden Knall. Es war unheimlich, beängstigend und gleichzeitig faszinierend. Nach Sonnenuntergang wurde das Farbenspiel noch schöner und intensiver. Leider durften wir nicht allzulange bleiben und mussten die Heimreise antreten. Immer wieder sahen wir Einheimische im Dunkeln entlang der Strasse laufen. Unser Fahrer erzählte uns, dass sie auf dem Weg zu einer Kava-Bar seien.
Uns genügte ein sehr leckeres Abendesen und wir fielen müde ins Bett.20121026-131544.jpg20121026-131600.jpg

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