Lagunen und sternenklare Nächte in der Salzwüste

(Mittwoch, 12. Dezember 2012)

In der trockenen Luft des hohen Dorfes fuhren wir bei strahlendem Sonnenschein in Richtung Süden. Ausserhalb von San Pedro waren die Strassen wieder asphaltiert, innerhalb nur Erde oder helle Pflastersteine.
Als erstes hielten wir bei der Laguna Chaxa inmitten der Salzwüste. Wir spazierten durch das salzige Geröll und entdeckten eine Maus und eine Echse bei einer winzigen Lagune voll kleiner Krebse. An der grösseren Lagune waren dann noch einzelne Flamingos und andere Vögel zu sehen.
Die Lagunen Miscanti und Miñiques lagen auf einer Anhöhe von gut 4000 m ü. M. Die Strasse dahin stieg nur unmerklich an, wir sahen den Höhenunterschied vor allem auf dem Navigationsgerät. Die Vegetation veränderte sich konstant. Wir sahen vertrocknete und grüne Grasbüschel, farbige Blumen, trockene, leere Ebenen und zum Teil sogar kleine Wälder.
Beim Picknick an der einen Lagune waren wir froh um die Pullover, die Temperaturen waren doch einiges kühler. Am Wasser sahen wir einige Vicuñas, eine Lamaart, hin und her spazieren. Leider durften wir hier nicht so nah an die Seen heran, daher genossen wir die Landschaft mit den hohen Vulkanen im Hintergrund.
Zurück in der Salzwüste mussten wir bei der Laguna Cejar feststellen, dass wir das Badezeug vergessen hatten. Also machten wir nur Fotos und versprachen uns, morgen nochmals zu kommen.
Beim Hotel erhielten wir eine schlechte Mail des Autovermieters und nach einer Google-Runde mussten wir feststellen, dass wir ein neues Auto suchen mussten. Wir hatten über eine internationale Agentur gebucht und erst spät erfahren, wer dann in Chile das Auto liefert. Diese Vermietung hat im Internet nicht nur schlechte Kritiken, sondern vor allem Warnungen, nicht mit denen zu arbeiten. Wir telefonierten mit unserem Vermittler in Chile und konnten dann nur warten…
Immerhin sollte der Astronomieabend heute stattfinden. Diese Agentur war sich jedoch nicht einig, wann wir bezahlen mussten, so dass wir vom Abendessen wegrennen mussten, um noch während den Bürozeiten zu bezahlen.
Schlussendlich klappte dies und wir wurden in einem Bus etwas ausserhalb der Stadt gebracht, wo uns ein Kanadier erst den Himmel mit blossen Augen und einem Laserpointer erklärte. Da die Luft hier oben so trocken ist und es kaum Licht in der Umgebung hat, sind die Sternen sehr gut zu sehen. Nach verschiedenen Sternbildern und Geschichten durften wir durch die grossen Teleskope schauen. Einzelne Sterne und Sternennebel mal so genau betrachten zu können, war sehr interessant. Nach einer Fragerunde mit heisser Schokolade wurden wir zum Hotel zurückgebracht, wo wir nochmals träumend zu den vielen Sternen blickten.

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