Klippen und Sandstrand bei garstigem Wetter

(Samstag, 22. März 2008)

Wir gönnen uns etwas mehr Schlaf als üblich, räumen unser Zimmer und checken aus.

Am Manly Beach sind die Volleyballer und Surfer wohl schon lange auf. Dabei durfte man hier am Strand nicht immer schwimmen. Wegen der Etikette war Baden tagsüber verboten, erst 1902 wurde dieses Gesetz gelockert.

Wir schlendern nochmals durch die Einkaufspassage, kaufen jedoch nichts.

Die meisten Kleider sind sehr teuer, nur weil das Logo gross vorne drauf ist und sie werden in China hergestellt. Das sind für uns keine überzeugenden Argumente.

Wir fahren mitten durch das Stadtzentrum von Sydney und sogar über die Harbour Bridge. So sieht sie wieder anders aus und es kostet uns nur AUD 3 Mautgebühr. Ein weiteres Muss ist der Bondi Beach, wo 2000 die olympischen BeachVolleyballSpiele stattfanden. Wir brunchen mit Blick auf die Surfer, die einiges drauf haben. Martin würde am liebsten auch ein Brett schnappen und sich in die schönen Wellen stürzen. Es hat auch einige Schwimmer im Meer, ich bin schon etwas eifersüchtig (vor allem weil ich jetzt schwimmend fast schneller bin als hinkend zu Fuss;-)).

Auf der Weiterfahrt haben wir Regen und dichten Nebel, auf die Sonne warten wir noch.

In Kiama hat es ein sogenanntes Blowhole, wo die Flut das Meerwasser durch ein Loch in den Klippen nach oben schnellen lässt, ähnlich wie bei einem Geysir. Viele Leute stehen auf den Stegen, die Fotoapparate gezückt und warten auf die Fontäne. Wenn dann endlich eine nach oben spritzt, klingt es wie beim Zürcher Silvesterfeuerwerk: Aahh und Oohh überall. Auch uns gelingen einige gute Schnappschüsse.

Dann finden wir die Ortschaft, wo wir uns nach unserer Pensionierung ein Haus kaufen: Gerroa. Es liegt direkt am Meer, hat sieben Meilen Sandstrand und Klippen und der bewaldete Nationalpark ist gleich nebenan. Trotz meinem bandagierten Fuss kann ich es nicht lassen und folge Martin zu den Klippen herab. Wie die Wellen gegen die Steine klatschen, gefällt mir sehr gut.

Für unser Nachtlager habe wir uns Jervis Bay ausgesucht. Aber der Campingplatz dort und auch die nächsten beiden sind ausgebucht wegen Ostern. Sicher, wir haben im Einkaufszentrum die vielen Ostereier gesehen (sie haben kaum Hasen, sondern riesige Eier von Kinder, Mars oder einem anderen Schokomulti), aber wir haben nicht daran gedacht, dass die Campingplätze ausgebucht sein könnten.

Nach einer weiteren Dreiviertelstunde Fahrt erreichen wir Ulladulla (kein Scherz), wo wir noch den letzten Platz erhalten, natürlich zu erhöhten Osterpreisen. Wir können unser Auto da hinstellen, wo bereits die Jugendlichen ihr Lager aufgeschlagen haben. Musik und viele Stimmen begleiten uns beim sonst ziemlich ruhigen Abendessen.

Das erste Buch habe ich nun fertig gelesen, das zweite hatte ich dummerweise schon zu Hause gelesen und trotzdem noch mitgebracht. Nun mache ich mich über das zweite Buch von Martin her, bis mir die Augen zufallen.

 

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