Kino, Shopping und Temple Bay

(Sonntag 9. November 2014)

Am Sonntag war Kino angesagt. Navin holte erst mich und dann die Mädels ab und dann ging es ins Kino, das in einem riesigen Einkaufszentrum untergebracht war. Vor dem Einkaufszentrum eine riesige Baustelle, wo auch Sonntags die Leute anstanden für Arbeit.
Das Kino war topmodern, die Sitze komfortabel. So genossen wir den Animationsfilm “Big Hero 6” in 3D. In der Pause war ich überwältigt vom Verpflegungsangebot und von der langsamen Arbeitsweise der hinter der Theke stehenden Inder. Aber wir waren nicht die einzigen, die zu spät zum Film zurückkehrten. Während dem ganzen Film kamen immer wieder Leute hinein, machten zum Teil Telefonanrufe und erhielten SMS. Unglaublich für mich, Alltag hier.
Nach dem Film schlenderten wir durch das Einkaufszentrum. Ich entdeckte einen Speedoshop, der andere Artikel als in der Schweiz erhältliche zeigte. So gab es keine Bikinis, dafür Badeanzüge mit Beinansätzen.
Im Sportladen gegenüber war ein Fahrrad ausgestellt, Preis: 3999 Rupien (ca. 63 CHF).
Zu viert fuhren wir in ca 1.5 Stunden bis zum Temple Bay. Das Team hatte da im Mai ein grosses Fest gehabt, nun wollten sie mir diesen Strand zeigen. Da es zu einem Hotel gehörte, wäre Baden für Nicht-Gäste nicht gestattet, aber Navin’s Überredungskünste und meine Retzungsschwimmerlizenz (“Dafür braucht man eine Lizenz?”) überzeigten den Bademeister, uns ins Wasser zu lassen. Die Mädels sahen von draussen zu, während ich Navin ins Wasser zog. Er kann nicht schwimmen und brauchte eine Weile, um sich mit den Wellen anzufreunden.

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Ich genoss das Bad sehr und hätte stundenlang da bleiben können. Radhika ging es genauso (einfach von ausserhalb), aber den anderen beiden zuliebe brachen wir dann mal wieder auf. Der Bademeister liess uns sogar in der Hotelanlage duschen, gratis! Ich erhielt wieder mal die Prinzessinnenbehandlung.
Zurück in der Stadt gingen wir in ein Andhra-Restaurant. Der Staat Andhra nördlich von Tamil Nadu war für sein scharfes Essen bekannt. Unter Navin’s Anleitung wuschen wir Mädels das Bananenblatt bis das Essen kam. Meine Spezialversion des Gemüsecurry war immer noch etwas scharf, aber durchaus erträglich für mich.

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Das Essen mit einer Hand fiel mir auch immer leichter, erst beim allgemeinen Händewaschen fiel mir auf, dass ich die einzige Europäerin war. Wir gönnten uns zum Nachtisch ein Faluda (Eis, Früchte und Milch), lecker. Erschöpft fiel ich nach diesem ereignisreichen Wochenende ins Bett.

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