Feuer am Uluru

(Sonntag, 30. September 2012)

Es wehte kalter Wind zu unseren Fenstern rein, wir trauten uns kaum aus dem Bett. Aber der Gedanke an Pancakes half.
Zurück im Nationalpark spazierten wir über die Dünen und liessen uns im Cultural Center über die hier zugehörige Aboriginekuktur und ihre Geschichten zum Uluru informieren.
Der Parkplatz am Fusse des grossen roten Steines war vollgestopft. Die Besteigung war wegen starken Winden verboten. Wir hatten uns sowieso für die Umrundung entschieden, ein Weg von offiziell 10.6 km. Im hinteren Bereich war es eher langweilig, als wir leichte Wolken über dem Stein aufsteigen sahen. Wir dachten an verdunstende Feuchtigkeit aufgrund des Regens. Als wir jedoch einige Kilometer später immer mehr und graue bis schwarze Wolken sahen, war der Fall klar. Einige Wanderer kamen uns entgegen und rieten umzukehren, das Feuer sei auf beiden Seiten des Weges. Wir hatten uns aber die vollständige Umrundung in den Kopf gesetzt und zudem hatten wir schon mehr als die Hälfte, retour wäre also der längere Weg gewesen.
Das Feuer war tatsächlich links und rechts des Fussweges, zum Teil noch am lodern, zum Teil bereits verbrannt, noch am verrauchen und schwelen. Wir zückten die Kameras, schauten auf alle Seiten und entschieden für eine schnelle, eher ungefährliche Durchquerung. Man muss hierzu noch sagen, dass die Flammen alles Brennbare schnell verbrennen und den Weg verschonen, da da nur Sand ist. Unter Berücksichtigung des Windes und der Rauchentwicklung war unser Weg ein kleines akutes Risiko. Trotzdem zögerten wir nicht und eilten durch den Rauch. Am Parkplatz sahen wir dann bereits die Ranger, die die Strecke sperrten, mal wieder hinter uns. Wir liefen die letzten Kilometer bis zu unserem Auto zügig um uns nicht von der vordringenden Rauchwolke einholen zu lassen. Beim grossen Parkplatz war der Ranger daran, den Aufstieg wieder zu schliessen. Anscheinend war der mal offen gewesen. Es dauerte lange(!), bis alle unten waren und es war unglaublich anzusehen, wie unsicher sich einige auf diesen steilen, schwierigen Passagen bewegen. Wir trafen das junge Paar vom Palm Valley wieder, sie hatten den Aufstieg gewagt und schwärmten.
Wir waren beide müde und diskutierten über die weiteren Möglichkeiten für den Rest des Tages. Wir entschieden uns für eine kleine Aussichtsplattform, bevor wir ins Camp zurückkehrten für eine Dusche und Abendessen. Der Aussichtspunkt am Camp war nicht überragend, aber wir hatten beide keine Lust, die 20 km in den Nationalpark nochmals zu fahren. Morgen ist auch noch ein Tag.
Übrigens hatte der Regen der vergangenen Tage die Landschaft verändert, wir sahen einiges neues grün, neue Blätter, Zweige und Blüten.

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