Cerro Torre

(Mittwoch, 26. Dezember 2012)

Die Nacht war auch in unseren Daunenschlafsäcken eisig kalt, meine Füsse blieben bis zu den ersten Sonnenstrahlen kalt. Beide verbrachten wir die Nacht eher schlotternd im unruhigen Halbschlaf. Trotzdem machte Martin sich auf für den Sonnenaufgang, als die ersten rötlichen Sonnenstrahlen die Spitzen beleuchteten.
Schnell hatten wir unser Zelt im warmen Morgenlicht abgebrochen und den Weg zur Laguna Torres eingeschlagen. Wir spazierten über enge Wege, die von dichten Büschen bewachsen waren, durch Wälder mit skurillen Bäumen und über steppenähnliche Grasflächen und genossen die Ruhe. An der Abzweigung konnten wir unsere Rucksäcke liegen lassen und nahmen den letzten Teil ohne Gepäck in Angriff. Die gestrigen Kilometer und die unruhige Nacht zehrten an unseren Kräften. Meine Motivation war trotz fehlenden Rucksack ziemlich tief, trotzdem kämpften wir uns weiter bis zur Laguna Torre mit Blick auf den Cerro Torre, hinter dem bereits wieder Wolken auftauchten.
Der Weg zurück ins Dorf war anstrengend, nach etwa 38 km in zwei Tagen hatten wir aber auch das mit schweren Beinen und schmerzenden Schultern geschafft.
Ausgerüstet mit frischen Empanadas ging es gleich weiter nach El Calafate, wo wir zum Glück ein kleines Cabaña für zwei Nächte fanden. Im unteren Stock waren Küche, Badezimmer und Essecke, oben drei Betten. Perfekt für uns!

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