Carretera Austral bis Hornopirén

(Montag, 17. Dezember 2012)

Wir genossen vermutlich das letzte Mal das grosse Zimmer mit der warmen Dusche und waren erstaunt über die vielen Leute beim Frühstück.
Bei Protours Chile bedankten wir uns für die spontane Hilfe mit dem Mietauto und holten uns die letzten Infos für unsere Route.
Anschliessend reservierten wir einen Platz auf der Fähre morgen, holten die Bewilligung für Argentinien und stockten unsere Vorräte auf. Dann versuchten wir, schnellstmöglichst aus der chaotischen Stadt herauszukommen. Bald hatten wir die richtige Strecke gefunden und folgten der Carretera Austral in Richtung Süden. Sie war erstaunlich viel befahren und schien eine konstante Baustelle zu sein. Die Regierung hatte vor einem Jahr entschieden, dass die gesamte Carretera Austral bis 2017 geteert werden soll.
In La Arena mussten wir ca. 15 Minuten auf die Fähre warten, die uns in etwa 40 Minuten auf die andere Seite des Fjords brachte. Dort folgten wir der Küstenstrasse, die schmaler und weniger befahren war als die Carretera Austral. Vorbei an gestrandeten Fischerbooten und an kleinen Häusern und über schmale Holzbrücken, die sogar Lastwagen trugen, dauerte die Fahrt bei ca. 40 km/h erstaunlich lange, auch wegen unseren regelmässigen Fotostopps. Zurück auf der “Hauptstrasse” kämpfte ich auf Schlaglöchern gegen die rücksichtslosen entgegenkommenden Lastwagen, bis wir dann endlich Hornopirén erreichten.
Die Strasse zum Nationalpark soll gepflastert sein mit Campingplätzen, wir fuhren mehrere Kilometer bis wir etwas ähnliches wie einen Campingplatz fanden. Nach einiger Zeit fanden wir sogar die Verantwortliche und durften unser Zelt neben einem Unterstand aufbauen. Wir waren die einzigen und hatten so freie Wahl. Endlich konnten wir unser Zelt aufbauen, das wir seit Beginn der Reise mitschleppten. Während ich Matten, Kissen und Schlafsäcke vorbereitete, kochte Martin Tortellini mit Pesto auf dem Dieselkocher.
Es war noch knapp hell, als wir in die warmen Schlafsäcke krochen und dem Regen zuhörten, der auf unser Dach prasselte.

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