Arbeiten, lernen, essen, geniessen

Am 8. März war Tag der Frau, das wird hier ausgiebig gefeiert! Im Büro gab es Blumen und Kärtchen für alle Frauen und viele Männer schüttelten uns die Hände und wünschten uns Happy Women’s Day. Für mich eher aussergewöhnlich, wenn nicht gar etwas übertrieben. Im Hotel ging es dann ähnlich weiter, es warteten Pralinen mit einer Nachricht auf mich. Lecker!

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Wir waren am gleichen Tag im Büro aus unserem Sitzungszimmer ins Grossraumbüro umgezogen, eine Ecke für uns Schweizer. Jetzt konnten wir endlich unsere Arbeitsplätze einrichten und waren nicht mehr so separat von allen anderen. Ich begann die Wand neben mir sinnvoll zu nutzen und das Team begann uns Worte in Tamil beizubringen, jeden Tag war mindestens ein neuer Zettel. Nicht ganz einfach! 

Am Wochenende nutzten wir die Gelegenheit, dass wir jetzt eine grössere Gruppe waren und bestellten in einem der besten (und teuersten) Restaurant in Chennai (Peshwari) ein Naan für 6 Personen! Lecker!! Kostenpunkt: teure 1500 Rupien (22 CHF)

 Anschliessend hatten wir eine Reihe im Kino reserviert, 6 gut gelaunte Schweizer mit einem Inder in einer Spätvorstellung von London Has Fallen, es war lustig! Um den Abend abzurunden, wollten wir einen Drink in unserer Hotelterasse geniessen. Als Gäste des Hotels konnten wir gratis eintreten, da ich mittlerweile das halbe Management des Hotels kenne, brachte ich auch unseren indischen Freund ohne Kosten durch die Eingangskontrolle.

Ich hatte diese Woche reklamiert, dass die Wäsche nicht sauber ist bzw. mehr Flecken aufweist nach der Wäsche als vorher. Das brachte mir ein Treffen mit dem Verantwortlichen des Zimmerservice ein sowie eine persönliche Zustellung des letzten Kleidungsstückes durch ihn und den Verantwortlichen der Wäscherei. Dass es ein BH war, wäre in der Schweiz schon amüsant gewesen, hier in Indien musste ich mir das Lachen klar verkneifen.

Sonst war die Woche eher unspektakulär mit viel Arbeit und langen Abenden im Büro.

Am Freitag besuchten wir ein Grillresraurant auf Empfehlung unseres Teams. Der Tischgrill wurde in eine Lücke des Tisches gestellt, mitsamt glühenden Kohlen. Darauf servierten sie Spiesse mit Fisch, Crevetten, Lamm, Poulet, Paneer-Käse, Pilze, Ananas, …… alles sehr lecker.  

Wir waren die einzigen Weissen, entsprechend scharf war das Essen. Ich hatte eine frühen Flug gebucht für den nächsten Tag und verliess das Restaurant mit einem müden Kollegen. Uber brachte uns nach Hause, wegen erhöhter Nachfrage kostete es ganze 500 Rupien (7.50 CHF) für 30 Minuten Fahrt, das Dreifache des Preises. Ich packte meine Sachen für eine Woche Ferien und freute mich!

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