Arbeiten in Chennai – 1. Woche

(Donnerstag, 6./Freitag 7. November 2014)

Navin holte mich beim Frühstück ab und brachte mich ins Büro. Das Team freute sich sehr, mich zu sehen, mir ging es genauso! Alle fragten mich über unsere Erlebnisse aus und bestaunten meine Hennamalereien an den Armen und Füssen. Ich kam aus dem Schwärmen nicht mehr heraus. Nur leider musste ich feststellen, dass nicht alle Hindi sprachen und so meine neu erlernten Worte nicht verstanden wurden. In Chennai im Staat Tamil Nadu wird Tamil gesprochen, aber da viele zugezogen sind, sprechen nicht mal alle Tamil. Also musste ich da auch noch einige Worte lernen. Erst mal aber schrieb ich meinen temporären Arbeitsplatz mit meinem Namen in Hindi an und machte mich über meine Inbox her.

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Viele Leute kannte ich von meinem Besuch im April, viele andere hatten seit dem von meinen Schokoladenpaketen profitiert und wollten mich kennenlernen. Mit einigen hatte ich neu geschäflich zu tun und ich freute mich auf diese Gesichter.
Nachdem ich meinen Computer mit einem Schloss gesichert hatte (sie waren erstaunt dass ich das in Zürich nicht mache!) ging ich mit einer Auswahl des Teams über Mittag zum Subway, eine sichere Wahl nach meinen scharfen Menüs in den letzten Tagen.
Am Nachmittag war ein Kulturevent angesagt, sie machten Spiele in der Kantine, ich verzichtete dankend, war ich doch die einzige Nicht-Inderin im ganzen Büro (ca. 250 Mitarbeiter). Nach einem Abendessen bei Domino’s war der erste Tag auch schon wieder vorbei.
Der zweite Tag war ziemlich ähnlich, ich verlief mich nicht mehr auf dem Weg zur Toilette und die Wachleute schienen mich auch schon zu kennen. Am Nachmittag fand eine Art Kochwettbewerb statt. Verschiedene Gruppen hatten etwas zu Essen und Trinken vorbereitet und priesen es lauthals im Büro an. Danach konnte man bei der Kantine Gutscheine kaufen (das Geld wurde gespendet) und diese anschliessend bei den verschiedenen Ständen einlösen. Mein Team zog mich mit und brachte mir eine Leckerei nach dem anderen, die ich alle tapfer kostete. Ich fühlte mich wie auf einem indischen Markt, war aber nur in unserer Kantine.

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Am Abend wollten wir eigentlich tanzen gehen, die Pläne wurden aber unterwegs geändert und wir gingen stattdessen zu sechst in eine Bar für Häppchen und Drinks. War vielleicht besser, ich litt immer noch etwas an Schlafmangel dank der vielen Reisezeit in den letzten Tagen.

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