Anfang in Chennai

Die erste Woche in Indien ist bereits vorbei, einiges ist schon passiert….

In den ersten paar Tagen schloss ich die Arbeiten für die Schweiz so gut es geht ab und bereitete mich auf die Schulungen hier in Chennai vor.

Der Weg ins Kino am Samstag Abend war mal wieder erstaunlich lang. Für etwa 7 Kilometer brauchten wir 1.5 Stunden. An solche Dinge werde ich mich gewöhnen müssen.

Am Sonntag genoss ich den Swimming Pool. Habe ich schon erzählt dass er ganz oben auf dem Dach ist und 25 m lang? Perfekt für ein gemütliches Training, vor allem weil sonst kaum jemand schwimmt 😉

Am Montag fing das Training mit den 9 neuen Mitarbeitern an. Nachdem wir uns und die Schweiz vorgestellt hatten, erfuhren wir mehr über die Unterschiede der verschiedenen Kulturen. Schweizer sind direkter und mehr aufgabenorientiert, Inder legen mehr Wert auf Hierarchien und Sicherheit. Nun gilt es hier einen Mittelweg zu finden, damit wir alle miteinander arbeiten können.

Es war ein intensiver Tag, aber am Ende war ich erstaunt, wieviel sie bereits aufgeschnappt hatten. Während der ganzen Schulung löcherten sie uns mit Fragen, wir versuchten diese so einfach wie möglich zu beantworten. Eine Herausforderung, aber sehr schön, so schell (kleine) Früchte zu sehen!

Am Abend wollte ich endlich mal etwas mit meinen indischen Freunden machen, so liess ich mich mit Uber zur Wohnung meiner Freunde bringen, ganz alleine einmal quer durch die Stadt. Für diese 30 Minütige Fahrt bezahlte ich dann 112 Rupien, also ca. CHF 1.70. Meine Freunde waren alle ganz erstaunt, dass ich die Wohnung auf Anhieb gefunden hatte (zwei Strassen vom Polizeirevier weg, kann ja nicht so schwierig sein). Jedenfalls, eine weitere Herausforderung gemeistert!

Am Dienstag war Republic Day, ein Feiertag. Die Republik Indien wurde zum 67. Mal gefeiert, mit Militärmärschen v.a. in Delhi. Im Hotel wurden die Flaggen gehisst, aber das war mir zu früh 🙂 Es wurden Anschläge befürchtet, daher wurde uns geraten, im Hotel zu bleiben. Hier im Süden mache ich mir allgemein keine Sorgen. Ausserdem wird jeder Eingang hier überwacht, jedes Gepäckstück (auch auf dem Heimweg von der Arbeit) durchleuchtet. Wieviel dies allerdings bringt, sei dahingestellt…

Die Angestellten im Hotel sind sehr (!) zuvorkommend und freundlich. Viele kennen mich schon und wissen, dass wir eine Gruppe sind und schauen sehr gut für uns! Ich fand im Zimmer plötzlich “Haustiere”, ein Elefant und ein Affe versüssen mir seither den Aufenthalt!

  
Die erste Woche Arbeit schlossen wir mit einer Party mit allen Schweizer Teammitgliedern ab, es war schön mal etwas anders mit den Mitarbeitern sprechen zu können und die Inder können feiern und tanzen! Nicht nur die, die früher mal Profitänzer waren (kenne mittlerweile schon 3 von denen…..), ausnahmslos alle waren auf der Tanzfläche und genossen die Party. Erstaunlicherweise (und das finde ich nicht mal so schlecht) waren um 11 Uhr alle wieder weg, wir hatten ja auch schon um 19 Uhr angefangen zu tanzen.

Am Samstag entschieden wir uns, zu T Nagar zu gehen, dort gibt es viele Einkaufsmöglichkeiten, Strassenstände, etc. Wir waren die einzigen Touristen, hatten aber keine Probleme, uns durch die Menschen und über die Strassen zu kämpfen. Es war interessant!

Ich hatte mich am Freitag noch ganz spontan beim Chennai Marathon vom Sonntag für den 10 km Lauf angemeldet. Der hätte eigentlich im Dezember statfinden sollen, wurde wegen des Hochwassers jedoch verschoben. Nun waren noch spontan zwei Startplätze frei, die Damien und ich gerne übernahmen. Morgen früh um 7 Uhr ist der Start, ich bin gespannt!!

 

Hier ein Video meines Arbeitsweges: http://nuela.ch/chennaiarbeitsweg.MOV

1 Kommentar

    • Peter Weber auf 31. Januar 2016 bei 12:43

    Bin gespannt auf den Marathon!
    Das Video kann ich nicht ansehen via iCloud im Email, der Browser werde nicht untrstützt
    Gruss Papi

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